Immobilieneigentum in Italien: Das kommt auf Sie zu

Bei strahlendem Sonnenschein ist der Kauf einer Ferienimmobilie mit Blick auf die Berge, den See oder das glitzernde Meer geglückt, da kann man sich eigentlich mit einem Glas Wein in der Hand beruhigt zurücklegen und das “dolce vita” geniessen … Natürlich, aber nicht zu lange.

Leider ist Italien nicht das vollkommene Paradies. Ferien- und / oder Auslandsimmobilien produzieren auch für den ausländischen Eigentümer eine Reihe von Pflichten. Da die italienischen Behörden nur in Ausnahmefällen mit den Verpflichteten schriftlich Kontakt aufnehmen oder von sich aus informieren, ist es also besser, vorbereitet zu sein. Sobald die Unterschrift auf der notariellen Erwerbsurkunde trocken ist, geht es los:

Steuerpflichtig in Italien

Als Immobilieneigentümer sind Sie nach dem Erwerb und der Zahlung der Grunderwerbssteuer beim Notarvertrag automatisch für die Immobilie weiter steuerpflichtig in Italien, auch wenn Sie nur in den Ferien dort sind und den ersten Wohnsitz, den Verdienst und das Vermögen im Ausland haben und versteuern. Im Notarvertrag haben Sie dazu eine steuerliche Bezugsadresse in Italien (“domicilio fiscale”) gewählt, in der Regel an der Adresse der erworbenen Immobilie.
Das Eigentum als solches wird durch den italienischen Staat grundsätzlich als steuerbarer Geldvorteil gesehen. Der steuerliche Gewinn einer Immobilie, die rendita muss in Italien versteuert werden, ganz unabhängig davon, ob man dort auch seinen Wohnsitz hat. Die Bemessung wird auf den sog. Katasterwert der Immobilie bezogen. Dieser wird für ganz Italien und jede Immobilie durch die Finanzbehörde verfügt und ist aus dem Katasterauszug der erworbenen Immobilie und der Notarurkunde ablesbar. Als rendita wird dort die Gewinnquote in Euro angegeben. Nur, wenn der Betrag für alle erworbenen Immobilien unter € 500,00 liegt, ist man von der Steuererklärung befreit. Sonst erfordert die Steuerpflichtigkeit eine jährliche Einkommens-Steuererklärung (sog. IRPEF) für alle natürlichen Personen, einzureichen bis zum 30.6., am besten durch einen italienischen Steuerberater. Keine falschen Hoffnungen: Hier gibt es auch keine Befreiung in bilateralen Doppelbesteuerungsabkommen, die Steuer “klebt” am Standort der Immobilie.

Steuern und Gebühren vor Ort

Daneben werden nach dem Immobilienerwerb direkt gegenüber der Gemeinde verschiedene Steuern und Gebühren fällig:
Die kommunalen Immobiliensteuern für Zweitwohnungen (IMU imposta municipale unica) werden zum 30.6. und 31.12. jeden Jahres gezahlt. Daneben sind natürlich die Müllgebühren an die Gemeinde zu entrichten (TARI: tassa sui rifiuti), in 4 Raten oder einmal zum 30.7. Die Zahlungen wurden zuletzt 2013 für die getrennte Müllentsorgung (Glas, Plastik&Verpackungen, Papier, Bioabfälle, Gartenabfälle) für ganz Italien überarbeitet.
Die dafür zuständigen Gemeinden müssen den Service nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip organisieren, was einige Erhöhungen zur Folge hatte. Zusätzlich hat jede Gemeinde eine Müllordnung, in der die Einzelheiten festgelegt sind. So ist zu beachten: Auch wenn ich über Jahre das Haus nicht nutzen sollte, fällt die Gebühr dennoch an. Genau wie die Grundgebühren für Strom, Wasser und ev. Gas. Seit 2014 können die Gemeinden zudem eine allgemeine Servicesteuer (TASI: tassa sui servizi indivisibili) erheben.

Die Zahlungen an Steuerbehörde und Gemeinde haben grds. auf speziellen Vordrucken zu erfolgen (Formular “F 24”). Diese werden bei den Banken zur Verfügung gestellt, können in Papierform oder online ausgefüllt werden, dafür ist wegen der notwendigen Zahlungscodes allerdings Fachwissen erforderlich. Eine Online-Zahlung setzt ein italienisches Bankkonto voraus. Zahlungen aus dem Ausland sind im Einzelfall nur gegenüber den Gemeinden und per SEPA-Überweisung möglich, wenn zuvor eine solche Zahlungsweise ausdrücklich ermöglicht wurde.

Da in Italien grundsätzlich das ungeschriebene Prinzip gilt: “der Bürger und Steuerpflichtige hat sich selbst zu kümmern” und Unwissenheit oder mangelnde Sprachkenntnisse nicht vor Strafe schützen, kann es durchaus sein, dass Sie weder von der Gemeinde oder sonst einer Behörde eine Zahlungsaufforderung zugesandt bekommen.

Deshalb sind vertrauensvolle Helfer wichtig, wenn man die Landessprache nicht oder noch nicht gut beherrscht. Proaktiv nachzufragen ist immer die bessere Lösung. Auch wenn es manchmal Jahre dauert, haben gerade die kleinen die Gemeinden inzwischen erkannt, welche Einnahmemöglichkeiten in den Gebühren liegen. Stellen sie ausgebliebene oder unvollständige Zahlungen fest, ergeht ein Nachzahlungsbescheid in doppelter Höhe nebst Zinsen. Das kann dann sehr teuer werden und die gute Ferienlaune nachhaltig verderben.

Zum Autor: Ulrike Cristina ist Rechtsanwältin mit Zulassung in Deutschland und Italien. Sie betreibt seit zwei Jahrzehnten die einzige deutsche Rechtsanwaltskanzlei am Lago Maggiore.

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41 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Gentile Signora Ulrike Cristina,
ich hätte ein Anliegen. Anfang August haben wir (mein Vater und ich) von unserem Comune aus Italien, vier Brief wegen der IMU von 2014+2015 erhalten das wir nun 60 Tage Zeit haben diese Summen zubegleichen.
Mein Vater ist seit 2013 in Rente, die Wohnung wurde Anfang 2018 verkauft. Die Kosten aus dem Brief sind auf 75% auf meinem Vater aufgeteilt und 25% ich.

Zusätzlich steht in meinem Brief das ich mit einem Anteil von 25% an dem Haus meiner Oma beteiligt bin, 2014 und 2015.

Nun meine Frage, muss mein Vater als Rentner diese Summe ausgleichen? Die Wohnung war nur für den Eigenbedarf und wurde nicht vermietet.
Sprich wieso hat es so lange gedauert das die Rechnung von 2014-2015 jetzt erst kommen, und könnte es sein das in den nächsten Jahren noch etwas kommt?

Was passiert mit mir? Muss ich das ganze auch zahlen? Beide italienische Staatsbürger, aber Wohnhaft in Deutschland.

Würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen

Vielen Dank und beste Grüße

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    Buongiorno Matteo, die Gemeinde hat bei der IMU=Zweitwohnsteuer ein Rückgriffsrecht von fünf Jahren. Normalerweise kontrollieren die Gemeindebüros deshalb im Sommer die offenen Positionen, die am Ende des Jahres zu verjähren drohen. Natürlich ist es wahrscheinlich, dass auch die Bescheide bis zum Verkauf 2018 noch nachkommen, je nachdem, wann diese Jahre kontrolliert werden. Die Gemeinden entnehmen ihre Informationen über die Verpflichteten dem Katasteramt. Hier sind Sie und Ihr Vater für die Immobilien mit den Quoten bis zu einem Verkauf eingetragen. Die Zweitwohnsteuer schuldet jeder, der Eigentümer ist, dort aber nicht seinen Wohnsitz hat, egal, ob er Rentner ist und ob die Wohnung vermietet wird. Sie sind für Ihre Quote zur Zahlung verpflichtet, solange Sie als Miteigentümer in Italien verzeichnet sind, auch wenn Sie in Deutschland wohnen. Mit besten Grüssen U. Cristina

    Antworten
Giovanni Alaimo
August 16, 2019 8:10 am

Guten Tag Herr Fikowski,
folgende Frage,
mein Vater ist vor 3 Jahren verstorben. Wir sind fünf Kinder und meine Mamma. Hinterlassen wurden 2 Wohnungen, ein Reihenhaus und ein Landhaus incl. Grundstück.
2 Kinder haben bereits ihr Erbe bekommen und zwar das Haus mit den 2 Wohnungen. Das eine Reihenhaus ist bereits an das 3. Kind gegangen.
Das Haus auf dem Land wird zwischen mir und meinem Bruder aufgeteilt.
Auf diesem Landhaus fallen jetzt komunalen Steuern an. Diese müssten für die letzten drei Jahren bezahlt werden.
Wäre es richtig wenn ich noch nichts besitze komunale Steuer zu bezahlen? Eigentlich erst nach notarieller Erbumschreibung auf meinem Namen oder?

mfg

Antworten

    Guten Tag Herr Alaimo (ich antworte, obwohl ich nicht weiß, wer “Herr Fikowski” ist, ich nehme an ein Versehen?) Ich gehe nach Ihren Informationen davon aus, dass Sie vor drei Jahren eine Erbfolgeerklärung (dichiarazione di successione) abgegeben haben. Danach nehmen alle Erben stillschweigend ihre Anteile an der gesamten Erbschaft an. Die genannten Aufteilungen (divisione) dagegen erfordern insbesondere bei Immobilien eine notarielle Beurkundung, in der gleichzeitig auch die Erbschaftsannahme vermerkt wird. Auch wenn Sie und Ihre Familie die erwähnten Aufteilungen noch nicht notariell durchgeführt haben, haften die Erben gegenüber der Gemeinde für ihren Anteil bei den Steuern und Abgaben IMU, TARI und TASI unmittelbar und im direkten Anschluss an den Erblasser. Hier spielt der Zeitpunkt der not. Teilung keine Rolle. Sollte die notarielle Teilung fehlen, haften allerdings alle Erben nach ihren Anteilen, nicht nur Sie und Ihr Bruder. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten

Guten Morgen,
mein Mann und ich (beide noch berufstätig) wollen uns ein Ferienhaus in der Toskana kaufen. Letzte Woche flogen wir dafür extra für zwei Tage nach Italien, um diverse Häuser anzuschauen. Wir sind, wie ich meine, an eine seriöse Maklerin geraten, die sich spezialisiert hat auf ausländische Kunden. Wir sind tatsächlich auch fündig geworden und haben unser ‘Traumhaus’ gefunden. Da ich aber nicht völlig naiv in eine immense Kostenfalle treten möchte, möchte ich mich vorab umfassend darüber informieren, welche Kosten auf uns zukommen werden.
Wir haben von der Maklerin eine Aufstellung bekommen, welche zusätzliche Kosten uns erwarten:
Der Kaufpreis ist 220.000 €
Registration tax: 4.100 €
Notary fees: 2.500 €
Commission: 5% +(VAT 22%)
Annual costs:
IMU: 550 €
Rubbish disposal tax: 200€

Müssen wir nicht auch TASI zahlen? Was ist das überhaupt?
Was ist mit Mehrwertsteuer auf den Kaufpreis? Von der war überhaupt keine Rede?

Im voraus vielen Dank für eine Antwort.

Antworten

    Guten Tag Frau Magura, ohne die Einzelheiten genauer zu kennen, ist eine Bewertung des Einzelfalles leider nicht möglich. Grundsätzlich kann man sich von dem Notarbüro, das die Beurkundung des Verkaufs vornimmt (nicht von dem Makler), eine seröse Kostenschätzung vorlegen lassen. Eine Maklerprovision von 5% liegt sicher im oberen Bereich. TASI ist eine Servicesteuer, die die Gemeinden zusammen mit der Müllgebühr abrechnen. Mehrwertsteuer wird auf den Kaufpreis nur berechnet, wenn Sie die Immobilie von einer Baufirma erwerben, bei einem privaten Verkäufer fällt für Sie dafür Erwerbssteuer auf den Katasterwert (s. dazu meine u.g. Antwort) an. Für eine “umfassende Information” kann ich Ihnen eine Beratung anbieten, wenn Sie mir mailen. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten

Guten Tag,
mein Vater (Italiener) ist 2014 verstorben. Nun hat er ein Haus in Italien gehabt. (dieses hatten wir wortwörtlich vergessen). Nun 2019 kam die erste Rechnung Tasi/IMU zu meiner Mutter (Deutsche) nach Deutschland. Als Empfänger stehen nun die Erben (gesetzl. drinnen). In Deutschland haben wir das Erbe bereits alles erledigt. Das Haus hatten wir aber wie bereits gesagt vergessen. Nun habe ich drei Fragen:
1. Müssen wir uns nun hier wieder an einen Notar wenden oder direkt in Italien?
2. Kann es sein das mein Vater nie eine Steuer vor 2014 bezahlt hat. Dies habe ich nämlich in keinen Unterlagen gefunden.
3. Ich dachte mal gelesen zu haben, wenn man Eigentum in Deutschland besitzt wäre man von der IMU befreit.

Vielen Dank

Antworten

    Guten Tag Frau Löhr, zu 1) für die überraschende Hauserbschaft in Italien muss als erstes die steuerliche Erbfolgeerklärung (dichiarazione di successione) nachgeholt werden. Das machen normalerweise Techniker vor Ort (z.B. Geometer). Einen Notar benötigen Sie ebenfalls nur in Italien, wenn Sie die Erbschaft ausdrücklich annehmen möchten. zu 2) Es kann gut sein, dass Ihr Vater schon länger keine Steuern und Abgaben mehr gezahlt hatte, aber die Forderungen verjähren in fünf Jahren, so dass die Gemeinde im Jahr 2019 nur noch bis 2014 zurückgehen kann. 3) Von der IMU=Zweitwohnsteuer ist man nur befreit, wenn man seinen Wohnsitz an der entsprechenden ital. Adresse hat. Für weitere Einzelheiten, schreiben Sie mir gern eine Mail. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten

hallo wir haben eine Ferienhaus in Apulien die wir 3 monate im Jahr nutzen …wie sieht es mit den Müllgebühren aus

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    Hallo Frau Serinelli, Müllgebühren werden durch die einzelnen Gemeinden im Rahmen des nationalen Gesetzes von 2013 festgesetzt, sog. TARI. Diese beziehen sich auf die im Kataster gemeldete Oberfläche der Wohnung und die Anzahl der dort mit Wohnsitz gemeldeten Personen. Bei Ferienwohnungen bilden die Gemeinden grundsätzlich einen besonderen Tarif, der jedoch nicht von der Dauer der Nutzung, sondern von der Größe der Wohnung abhängt. Sie sollten sich in der Gemeinde direkt erkundigen. Einige Gemeinden versenden dazu inzwischen auch entsprechende Bescheide. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten

Hallo mein MAnn möchte am gardasee eine Wohnung kaufen Termin beim Notar steht schon. Ihm wurde gesagt da wir verheiratet sind muss ich mit unterschreiben da wir in zugewinngemeinschaft leben. Männer meine Frage: reicht hier eine Heiratsurkunde die das bestätigt oder brauche ich etwas anderes

Antworten

    Guten Tag Frau Hefele, warum der ital. Notar diese Anfrage stellt, kann verschiedene Gründe haben. Grundsätzlich gehen die ital. Notare vom Standardfall aus: wenn Eheleute eine Immobilie erwerben, dann machen sie dies gemeinsam. Das ist in Italien nach dem dortigen gesetzlichen Güterstand der Gütergemeinschaft der Normalfall. Wenn nur einer der Ehegatten erwirbt, bedarf es also der Zustimmung/effektiven Kenntnisnahme durch den anderen. Dies wird am besten durch eine Unterschrift des Ehegatten unter die Erwerbsurkunde dokumentiert. Nach deutschem Güterstandsrecht der Zugewinngemeinschaft kann jeder Gatte grundsätzlich allein für sich Geschäfte vornehmen. Die Zustimmung des anderen Ehegatten ist nur dann erforderlich, wenn der andere über sein ganzes Vermögen verfügt (§1365 BGB). Entweder folgt also der ital. Notar der Standardauslegung oder er will ausschließen, dass Ihr Mann über sein gesamtes Vermögen ohne Ihr Wissen verfügt. In beiden Fällen ist zur Absicherung Ihre Unterschrift auf der Kaufurkunde erforderlich. Dazu müssen Sie persönlich bei der Beurkundung anwesend sein, dem Notar sind Ihr Personalausweis und die ital. Steuernummer (codice fiscale) vorzulegen. Die Heiratsurkunde braucht er dagegen nicht. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten

Guten Tag, ich bin Doppelbürger Schweizer und Italiener. Lebe und arbeite ich in der Schweiz. Für die Pensionierung bin ich am überlegen am Lago Maggiore Eigentum zu kaufen. Entweder auf der italienischen oder Schweizer Seite. Da die Lebensunterhaltskosten in Italien günstiger sind tendiere ich in Italien und was zu kaufen. Wie sieht’s aber Steuertechnisch aus? Lohnt es sich auf der italienischen Seite was zu kaufen und dort als Renter zu wohnen? Ich hab da mal gelesen dass die Einkommensteuer bei einem Einkommen von über 75000.- bei 45% liegt! Das wäre ja viel mehr als in der Schweiz! Was denken Sie? Freundliche Grüsse

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    Guten Tag Herr Laratta, als Doppelbürger unterliegen Sie in Italien keiner Kaufbeschränkung nach dem Lex Koller und dem Gegenbezüglichkeitsprinzip. Sie können also frei jede Immobilie erwerben. Ob dies für Sie steuerlich vorteilhaft ist, müssten sie jedoch durch einen italienischen Steuerberater prüfen lassen, das ist eine komplexe Materie. Richtig ist, dass der aktuelle Spritzensteuersatz bei 45% liegt. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten

Hallo,
Danke für die prompte Antwort.
Noch eine Frage:
Beim Kauf von Privat und Zweitwohnsitz habe ich folgende verschieden Steuern gelesen.
Jeweils wie bereits angemerkt auf den Katasterwert:
Registersteuer 9% + Hypothekarsteuer 50€ + Katastersteuer 50€
Oder
Registersteuer 7% + Hypothekarsteuer 2% + Katastersteuer 1%

Kann mir hier nochmal geholfen werden?
Danke Lg uli

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    Bei Erwerb von Privatperson: Registersteuer 9% und je € 50 Hypotheken- und Katastergebühren. Dazu kommt natürlich noch das Honorar des Notars. Am besten, Sie lassen sich einen Kostenvoranschlag vorlegen. uc

    Antworten

Hallo,
Ich will ein Haus am Gardasee kaufen für 700.000€.
Ich habe jetzt verschiedene Varianten gelesen an was die Steuen ( Registersteuer etc.) festgemacht wird.
Am Katasterwert oder am Kaufpreis?
Was ist richtig?

Antworten

    Hallo Herr Dahmen, es kommt darauf an: wenn Sie von einem Privaten eine Immobilie erwerben, können Sie wählen, ob Sie die Grunderwerbsteuer auf den Kaufpreis oder auf den sog. Katasterwert beziehen. Das wird in die not. Erwerbsurkunde aufgenommen. Letzterer Wert ist als fiskalischer Einheitswert in der Regel deutlich niedriger, so dass auch die entsprechende Erwerbsteuer für Zweitwohnungen (3%+6%) niedriger ausfällt. Anders ist es bei Erwerb vom Bauherrn, hier muss Umsatzsteuer auf den Kaufpreis abgeführt werden, folglich gibt es keine Wahl. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten
Dieter Meyer
Juni 12, 2019 9:01 pm

Hallo,
ich habe eine Frage zu der IMU und der TASI. Ich besitze eine Ferienwohnung in Italien. Allerdings bin ich deutscher Staatsbürger und habe keine italienische Staatsbürgerschaft. Für die Ferienwohnung führt der Verwalter jährlich 2 * 192 € IMU und 1 * 90 € TASI ab. Nun habe ich auch noch eine Garage erworben, für die der Verwalter nochmals 2 * 52 € IMU pro Jahr abführen will.

Allerdings bin ich im Internet auf verschiedene Regelungen gestoßen:

– Bezüglich IMU und TASI: „Bürger mit Wohnsitz außerhalb Italiens müssen ebenfalls IMU und TASI entrichten. Ausgenommen ist, wer im Wohnsitzland eine Rente bezieht und wessen in Italien gelegene Immobilie nicht vermietet oder zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung gestellt wird“ (https://www.idealista.it/de/news/recht-italien/2018/11/26/2315-imu-und-tasi-2018-fristen-gebuehren-und-berechnungsgrundlagen, Abschnitt „IMU und TASI bei Wohnsitz im Ausland“)

– Bezüglich IMU: „Immobilien, welche Kindern, Eltern oder dem rechtlich geschiedenen Ehepartner überlassen werden, unterliegen dem halben Steuersatz.“ (https://www.immobilie-gardasee.de/wissenswertes/steuern-in-italien/gemeindesteuer/grundsteuer-imu/, Abschnitt „Alle anderen Immobilien“)

– Bezüglich TASI: „Für Eigentümer, die ihren Kindern eine Wohnung kostenlos zur Verfügung stellen, ist eine Ermäßigung der Steuerbemessungsgrundlage um 50% vorgesehen, solange bestimmte Bedingungen erfüllt werden.“ (https://www.idealista.it/de/news/recht-italien/2018/11/26/2315-imu-und-tasi-2018-fristen-gebuehren-und-berechnungsgrundlagen, Abschnitt „TASI bei freier Nutzung von Immobilien“)

Der Verwalter meinte nun, dass alle drei Regelungen nur für italienische Staatsbürger mit Wohnsitz in Italien gelten. Allerdings sind die Regelungen auf mehreren Portalen mit deutschen Texten zu finden. Ich fände es sehr seltsam, wenn die Regelungen für deutsche Staatsbürger mit Ferienimmobilie in Italien gar nicht relevant wären. Stimmt die Aussage des Verwalters oder gelten alle drei Regelungen auch für deutsche Staatsbürger mit Wohnsitz in Deutschland.

Zusätzlich habe ich auf dieser Seite gesehen, dass es anscheinend einen Freibetrag von 500 € gibt. Wenn ich es richtig verstanden habe, müssen weder IMU noch TASI gezahlt werden, sofern die Summe der Rendita aller Gebäude 500 € nicht überschreitet. Der Katasterauszug für die Wohnung liegt mir zwar noch nicht vor. Ich vermute, dass die Summe der Rendita für Wohnung und Garage unter 500 € liegt, und dann wäre ich ja im Prinzip auch durch diese Regelung von der Steuer befreit. Auch hier habe ich die Frage, ob diese Regelung auch für deutsche Staatsbürger mit Wohnsitz in Deutschland gilt und, ob ich die Regelung richtig verstanden habe.

Schon einmal vielen Dank! Und natürlich auch von mir ein großes Lob für dieses großartige Web-Angebot.

Viele Grüße,
Dieter Meyer

Antworten

    Hallo Herr Meyer,
    ja, viele Abgaben sind für Anwohner mit erstem Wohnsitz tatsächlich wesentlich geringer.
    Für weitergehende/genauere Infos müssten wir warten, bis Frau Cristina wieder aus dem Urlaub da ist. Vielleicht möchten Sie sie auch für eine Beratung hier kontaktieren: http://ra-cristina.de/kontakt/ Ende Juni ist sie wieder am Start.
    Viele Grüße,
    Kim Kruse

    Antworten
      Dieter Meyer
      Juni 24, 2019 6:44 pm

      Hallo,
      mittlerweile hat sich der Fall erledigt, da ich ihn mit den Beteiligten klären konnte.
      Ich möchte das erlangte Wissen aber nun noch einmal auf dieser Seite teilen, falls jemand ein ähnliches Problem hat.

      Die Regelungen scheinen in diesem Fall alle nicht anwendbar zu sein, da sie nur für italienische Staatsbürger bzw. für Bürger mit Erstwohnsitz in Italien gelten. Der Freibetrag, von dem auf dieser Seite die Rede ist, bezieht sich nur auf die IRPEF, nicht aber auf die IMU.

      Viele Grüße,
      Dieter Meyer

      Antworten
    Ulrike Cristina
    Juni 25, 2019 8:09 am

    Guten Tag Herr Meyer, grundsätzlich gelten staatliche Vergünstigungen – und um diese handelt es sich bei der Kürzung der IMU, TASI ecc. – für die Steuerpflichtigen des jeweiligen Landes. Der ital. Fiskus möchte z.B. Familien begünstigen, die ihr Eigentum den Kindern unentgeltlich zur Verfügung stellen (sog. comodato d’uso). Von diesen Vorteilen können natürlich auch ausländische Staatsbürger profitieren, die in Italien gemeldet sind und ihre allgemeine Steuerpflichten (Einkommensteuererklärung IRPEF) dort erfüllen. Ferienimmobilien werden in Italien dagegen steuerlich nicht gefördert, denn wer sich eine zweite Wohnung leisten kann, hat ja genug Geld und ist nicht förderwürdig. In Ihrem Falle hat der Verwalter das korrekt dargestellt.
    Ja, der Freibetrag ist auf die ital. Einkommensteuererklärung IRPEF bezogen, hier ist der Empfänger die ital. Finanzbehörde. IMU und TARI sind kommunale Abgaben, die den Gemeinden direkt zur Verfügung stehen. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten
karin bonmassar
Juni 11, 2019 11:51 am

Sehr geehrtes Team,
ich habe eine Ferien Wohnung in Italien und lebe in Österreich.
Die Wohnung hat ca. 65 m² und ich muss jährlich 1100 Euro Imu zahlen – das erscheint mir extrem hoch`?
Wie sehen sie das?
Lg karin b.

Antworten

    Guten Tag Frau Bonmassar, die IMU bemisst sich nach dem Katasterwertquotienten Ihrer Wohnung und der hängt nicht allein von der Größe ab, sondern auch von der Kategorie, zu der die Wohnung gehört, z.B. einfache oder besondere Ausstattung. Wenn Sie die Daten überprüfen lassen wollen, wenden Sie sich am besten an einen Techniker (geometra). Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten
Sofía Hagen Gudamus
Juni 3, 2019 6:06 am

Guten Tag,
Ich hätte eine Frage: Wenn ich eine Wohnung in Italien um ca 80000 erwerben und als 2.wohnsitz nutze, wieviel einmalige Kosten für Steuern und laufende Steuern erwarten mich dann. Auch eine ungefähre Grösse würde mir helfen. Vielen Dank. Ich bin Österreich. Staatsbürgerin. Vielen Dank! MfG

Antworten
    Ulrike Cristina
    Juni 3, 2019 6:39 am

    Guten Tag Frau Hagen Gudamus, die Kosten für den Erwerb einer privaten Ferienimmobilie von einem Privatverkäufer berechnen sich nach dem sog. Katasterwert, ein steuerlicher Einheitswert, der für jede ital. Immobilie festgesetzt ist. Neben 9% Grunderwerbsteuern werden Gebühren und Notarhonorar fällig. Am besten Sie lassen sich von dem beurkundenden Notar einen Kostenvoranschlag machen, dann wissen Sie konkret Bescheid. Beste Grüsse U.Cristina

    Antworten

Guten Tag,
wir haben im Dezember ein Haus in Sardinien als Ferienwohnung gekauft. Vertrag fertig, die Schwierigkeiten tauchen auf beim Anmelden von Strom und Wasser. Kann es sein, dass man ohne italienische Telefonnummer und italienisches Bankkonto keine Anmeldung machen kann? So ergeht es uns bisher, und die Vorbesitzerin muss für ihr neues Haus die Zweitwohnungspreise zahlen.
Wenn es dafür eine Lösung für sofort gibt (im April fahren wir wieder hin), wäre ich sehr froh. Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Mühe und herzliche Grüße aus Berlin, Lilli Höch-Corona
PS: Mein Mann ist Sarde, aber seit über 40 Jahren in Deutschland

Antworten

    Hallo Frau Höch-Corona, welche Voraussetzungen man bei der Übernahme von bestehenden Versorgerverträgen oder beim Neuabschluss mitbringen muss, bestimmen die Versorgerunternehmen selbst. Man kann die Ummeldung bei den meisten Anbietern auch in Italien online, per Telefon über Servicehotline oder über ein Servicebüro vor Ort veranlassen. Man braucht dafür die letzte Rechnung und den Zählerstand der Übernahme, Codice fiscale und für die Rechnungszusendung per Post grundsätzlich eine Adresse in Italien. Alternativ gibt es Verträge mit Online-Postfach. Sicher gibt es Anbieter, die nur mit Einzugsermächtigungen einen Vertrag abschliessen wollen und dafür braucht es ein ital. Konto. Eine Ermächtigung zu Lasten eines ausländischen Kontos wird nicht akzeptiert. Für Zweitwohnungen sind die Anforderungen häufig enger als für in Italien gemeldete Personen. Da es für Ausländer immer ein größerer Aufwand ist, übernehmen häufig auch die Immobilienagenturen, die den Kauf vermittelt haben, diesen Service. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten

Guten Tag Herr Kortazar, der von Ihnen genannte Mindeststeuerwert bezieht sich allein auf Gewinne aus Grundstücken (terreni), dafür ist die Grenze €185,92, für Gebäude (fabbricati) liegt er bei € 500,00. Zum ganzen: https://www.guidafisco.it/irpef-scaglioni-reddito-aliquote-calcolo-esenzione-1565
Beste Grüsse U. Cristina

Antworten
Silvia Vaerst
Februar 14, 2019 8:11 pm

Guten Abend,
ich besitze ein älteres Haus in Sardinien, in dem meine Eltern bis vor 2 Jahren (Usufrutto) gewohnt haben. Mein Vater ist zwischenzeitlich verstorben und meine Mutter lebt hier in Deutschland, ist jedoch weiter in Sardinien gemeldet und ich ebenfalls. Durch diesen Usufrutto-Vertrag, musste ich bisher keine IMU zahlen.
Nun vereinbare ich einen Vorvertrag zum Verkauf des Hauses (Anzahlung und monatliche Zahlung, nach 3 Jahren dann die Restsumme).
Wie verhält es sich in diesem Fall? Werde ich dann verpflichtet IMU zu zahlen? Mein Wohnsitz fällt ja vermutlich dann weg. Wenn ja, welche Möglichkeit gäbe es dies zu umgehen?
Herzlichen Dank für eine eilige Rückantwort
Cordiali Saluti Silvia

Antworten

    Guten Tag Frau Vaerst, der Niessbrauch als solcher (usufrutto) ist für die Zweitwohnsteuer (IMU) an sich nicht ausschlaggebend, sondern ob Sie Ihren 1. Wohnsitz dort gemeldet haben. Nur der 1. Wohnsitz “schützt” vor der IMU. Wenn Sie das Haus verkaufen, entfällt damit ohnehin jede Pflicht diesbezüglich. Wenn Sie jetzt einen Vorvertrag machen und erst in 3 Jahren notariell überschreiben, kommt es also nur darauf an, ob Sie in der Zwischenzeit dort gemeldet bleiben oder nicht. Bis zur notariellen Übertragung bleiben Sie sonst für alle steuerl. Pflichten verantwortlich.
    Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten
Oier Kortazar
Februar 14, 2019 3:28 pm

Guten Tag,

Ich hätte eine Frage bezüglich auf der Aussage: “wenn der Betrag für alle erworbenen Immobilien unter € 500,00 liegt, ist man von der Steuererklärung befreit”.

Ich habe woanders gelesen, dass dieser Betrag 185€ ist.

Stimmt die 185€ oder die 500€?

Danke im Voraus.

Viele Grüsse,

Oier Kortazar

Antworten

    Guten Tag Herr Kortazar, der Grenzwert von €185,92 gilt für Gewinne aus (unbebauten) Grundstücken (terreni), der Grenzwert von € 500,00 dagegen für Gebäude (fabbricati).
    Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten

Guten Tag,
erst einmal Kompliment für diese tolle Seite und Ihr Angebot. Ich bin eine italienische Gastarbeitertochter, habe immer in Deutschland gelebt, habe nur den italienischen Pass, möchte jetzt aber die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen. Nach dem Tod meines Vaters wurde eine Eigentumswohnung in Italien notariell auf mich überschrieben, in der meine Mutter lebt und die ich nach ihrem Tod erben werde. Ich habe mir nie Gedanken um Steuern usw. gemacht, weil ich dachte, meine Mutter würde sich darum kümmern. Hat sie aber nicht richtig. Woran muss ich alles denken, was muss ich machen. Ändert sich etwas durch die Staatsbürgerschaft? Ich freue mich über Ihre Unterstützung, besten Dank und Grüße

Antworten
    Ulrike Cristina
    Dezember 7, 2018 11:46 am

    Buongiorno Maria, entweder sind Sie schon Eigentümerin (“auf mich überschrieben”) oder Sie erben die Wohnung erst nach dem Tod Ihrer Mutter. Haben Sie bisher den Anteil Ihres Vaters geerbt und wurde dafür eine Erbfolgeerklärung in Italien gemacht (successione), dann sind Sie jetzt Miteigentümerin und für diesen Anteil auch steuerrechtlich verantwortlich – egal, welche Staatsangehörigkeit Sie haben. Ob Sie Steuern zahlen müssen (z.B. IMU oder IRPEF), hängt vom 1. Wohnsitz und Fiskalwert der Wohnung(-Anteil) ab.

    Antworten

Guten Tag, ganz lieben Dank für die Info.Wie hoch ist die Mindestgrenze? Hab meinen Wohnsitz im Piemont.
Lg, Brigitte

Antworten

Guten Tag,habe im Jahr 2017 ein Haus im Piemont gekauft. Ich bin hierher gezogen und lebe auch das ganze Jahr über hier. Bin Pensionistin aus Österreich und falle daher dem italienischen Staat daher in keiner Weise zur Last. Muss ich nun trotzdem hier Steuern zahlen?
Gruss, Brigitte

Antworten

    Guten Tag Brigitte, leider ist es für den Fiskus nicht entscheidend, dass Sie sich in Italien allein versorgen können. Wenn Sie Immobilieneigentum in Italien haben, können Sie trotzdem steuerpflichtig sein: Immobiliensteuern muss der Eigentümer in Italien zahlen, der hier eine Zweitwohnung hat (IMU), also wenn Sie Ihren Wohnsitz nicht im Piemont, sondern in Österreich beibehalten haben, obwohl Sie das ganze Jahr in Italien wohnen. Hier kommt es also darauf an, ob Sie sich bei der Gemeinde umgemeldet haben. Einkommensteuer auf den Immobilienwert (IRPEF) wird zudem unabhängig von dem jeweiligen Wohnsitz fällig, wenn der Fiskalwert der Immobilie (Katasterwert) über der Mindestgrenze liegt.

    Antworten
    Gerald Fikowski
    Juni 12, 2019 4:47 am

    Hallo,
    wir haben den Status Non Residente in Italien aufgrund
    der eigenen Fewo .Meine Frage lautet,darf ich die Wohnung
    auch vermieten? Oder muss sie dann anders angegeben sein?
    Vielen Dank, Gerald

    Antworten

      Guten Tag Herr Fikowski, wenn Sie Eigentümer einer Wohnung sind, können Sie über diese frei verfügen, also auch vermieten, egal, ob Sie mit Wohnsitz gemeldet sind. Die Punkte zu beachten sind andere: Kurzzeit (d.h. bis 18 Monate) – und Langzeitvermietung (muss in Italien beides mit schriftlichem Vertrag gemacht und dem dortigen Finanzamt gemeldet werden) oder reine kurze Ferienvermietung z.B. über Internet. Letzteres kann ev. Meldepflichten bei der Gemeinde auslösen (zB. Touristensteuer). Zudem ist der steuerrechtliche Aspekt zu klären: wo geben Sie die Einnahmen aus den Vermietungen an? Beste Grüsse U. Cristina

      Antworten

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