Immobilieneigentum in Italien: Das kommt auf Sie zu

Bei strahlendem Sonnenschein ist der Kauf einer Ferienimmobilie mit Blick auf die Berge, den See oder das glitzernde Meer geglückt, da kann man sich eigentlich mit einem Glas Wein in der Hand beruhigt zurücklegen und das “dolce vita” geniessen … Natürlich, aber nicht zu lange.

Leider ist Italien nicht das vollkommene Paradies. Ferien- und / oder Auslandsimmobilien produzieren auch für den ausländischen Eigentümer eine Reihe von Pflichten. Da die italienischen Behörden nur in Ausnahmefällen mit den Verpflichteten schriftlich Kontakt aufnehmen oder von sich aus informieren, ist es also besser, vorbereitet zu sein. Sobald die Unterschrift auf der notariellen Erwerbsurkunde trocken ist, geht es los:

Steuerpflichtig in Italien

Als Immobilieneigentümer sind Sie nach dem Erwerb und der Zahlung der Grunderwerbssteuer beim Notarvertrag automatisch für die Immobilie weiter steuerpflichtig in Italien, auch wenn Sie nur in den Ferien dort sind und den ersten Wohnsitz, den Verdienst und das Vermögen im Ausland haben und versteuern. Im Notarvertrag haben Sie dazu eine steuerliche Bezugsadresse in Italien (“domicilio fiscale”) gewählt, in der Regel an der Adresse der erworbenen Immobilie.
Das Eigentum als solches wird durch den italienischen Staat grundsätzlich als steuerbarer Geldvorteil gesehen. Der steuerliche Gewinn einer Immobilie, die rendita muss in Italien versteuert werden, ganz unabhängig davon, ob man dort auch seinen Wohnsitz hat. Die Bemessung wird auf den sog. Katasterwert der Immobilie bezogen. Dieser wird für ganz Italien und jede Immobilie durch die Finanzbehörde verfügt und ist aus dem Katasterauszug der erworbenen Immobilie und der Notarurkunde ablesbar. Als rendita wird dort die Gewinnquote in Euro angegeben. Nur, wenn der Betrag für alle erworbenen Immobilien unter € 500,00 liegt, ist man von der Steuererklärung befreit. Sonst erfordert die Steuerpflichtigkeit eine jährliche Einkommens-Steuererklärung (sog. IRPEF) für alle natürlichen Personen, einzureichen bis zum 30.6., am besten durch einen italienischen Steuerberater. Keine falschen Hoffnungen: Hier gibt es auch keine Befreiung in bilateralen Doppelbesteuerungsabkommen, die Steuer “klebt” am Standort der Immobilie.

Steuern und Gebühren vor Ort

Daneben werden nach dem Immobilienerwerb direkt gegenüber der Gemeinde verschiedene Steuern und Gebühren fällig:
Die kommunalen Immobiliensteuern für Zweitwohnungen (IMU imposta municipale unica) werden zum 30.6. und 31.12. jeden Jahres gezahlt. Daneben sind natürlich die Müllgebühren an die Gemeinde zu entrichten (TARI: tassa sui rifiuti), in 4 Raten oder einmal zum 30.7. Die Zahlungen wurden zuletzt 2013 für die getrennte Müllentsorgung (Glas, Plastik&Verpackungen, Papier, Bioabfälle, Gartenabfälle) für ganz Italien überarbeitet.
Die dafür zuständigen Gemeinden müssen den Service nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip organisieren, was einige Erhöhungen zur Folge hatte. Zusätzlich hat jede Gemeinde eine Müllordnung, in der die Einzelheiten festgelegt sind. So ist zu beachten: Auch wenn ich über Jahre das Haus nicht nutzen sollte, fällt die Gebühr dennoch an. Genau wie die Grundgebühren für Strom, Wasser und ev. Gas. Seit 2014 können die Gemeinden zudem eine allgemeine Servicesteuer (TASI: tassa sui servizi indivisibili) erheben.

Die Zahlungen an Steuerbehörde und Gemeinde haben grds. auf speziellen Vordrucken zu erfolgen (Formular “F 24”). Diese werden bei den Banken zur Verfügung gestellt, können in Papierform oder online ausgefüllt werden, dafür ist wegen der notwendigen Zahlungscodes allerdings Fachwissen erforderlich. Eine Online-Zahlung setzt ein italienisches Bankkonto voraus. Zahlungen aus dem Ausland sind im Einzelfall nur gegenüber den Gemeinden und per SEPA-Überweisung möglich, wenn zuvor eine solche Zahlungsweise ausdrücklich ermöglicht wurde.

Da in Italien grundsätzlich das ungeschriebene Prinzip gilt: “der Bürger und Steuerpflichtige hat sich selbst zu kümmern” und Unwissenheit oder mangelnde Sprachkenntnisse nicht vor Strafe schützen, kann es durchaus sein, dass Sie weder von der Gemeinde oder sonst einer Behörde eine Zahlungsaufforderung zugesandt bekommen.

Deshalb sind vertrauensvolle Helfer wichtig, wenn man die Landessprache nicht oder noch nicht gut beherrscht. Proaktiv nachzufragen ist immer die bessere Lösung. Auch wenn es manchmal Jahre dauert, haben gerade die kleinen die Gemeinden inzwischen erkannt, welche Einnahmemöglichkeiten in den Gebühren liegen. Stellen sie ausgebliebene oder unvollständige Zahlungen fest, ergeht ein Nachzahlungsbescheid in doppelter Höhe nebst Zinsen. Das kann dann sehr teuer werden und die gute Ferienlaune nachhaltig verderben.

Zum Autor: Ulrike Cristina ist Rechtsanwältin mit Zulassung in Deutschland und Italien. Sie betreibt seit zwei Jahrzehnten die einzige deutsche Rechtsanwaltskanzlei am Lago Maggiore.

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159 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Hallo,
wenn die rendita 500,- übersteigt, muss ich ja auch bei Eigennutzung Einkommenssteuer zahlen. Ich hätte verstanden, dass wäre dann bei zB 600 EUR rendita: 600*23%. Also ca 120,- Und das ist dann die JÄHRLICHE Einkommenssteuer ?
lg christoph

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Andreas Müller
September 13, 2021 1:47 pm

Guten Tag Frau Christina, ich bin Doppelbürger (Deutsch-Schweiz) und wohnhaft in der Schweiz. Meine Frau ist Schweizerin. Wir würden gerne gemeinsam ein Haus am Comer See kaufen und wir sind uns des Reziprok-Problems bewusst. Wenn wir die Liegenschaft gemeinsam kaufen, unterliegen wir trotz meines EU-Passes dennoch dem Gegenseitigkeitsprinzip oder kann ich die Liegenschaft nur alleine kaufen?
Andernfalls: Das Haus hat ca. 300qm, inklusive Keller, Hobby, Treppen etc.). Kann man die anrechenbare Wohnfläche reduzieren um auf die 250qm zu kommen (200 + 50 für “erhöhten Bedarf”) oder kann man alternativ je 50% aufteilen im Kaufvertrag? Vielen Dank.

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    Guten Tag Herr Müller, die gleichwertig in Italien angewandte Erwerbsbeschränkung bezieht sich nach dem Lex Koller auf “Personen aus dem Ausland”, von Staatsangehörigkeit ist dort nicht die Rede, es zählt Ihr Wohnsitz. Für die anrechenbare Wohnfläche (Definition im schweizer Gesetz) sollte ein Geometer eine Vermessung und Begründung für einen erhöhten Bedarf vorlegen. Eine Immobilie kann auch nach %-Anteilen aufgeteilt werden, als Ehepaar zählen Sie nach schweiz. Gesetz zusammen als ein Erwerber, auch die im selben Haushalt wohnenden Kinder. Für indivuelle Lösungen ist allerdings eine Beratung erforderlich. Mit besten Grüssen, U. Cristina

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Hallo,
danke für diesen super Blog ! Wenn ich eine Wohnung in Italien jeweils <30 tage vermieten und daher die 21% Pauschalsteuer zahle, worauf wird die angewandt ? Auf den Mietpreis oder meinen "Nettoertrag" (also Miete minus anteilige spese condominile, …) ? Kann ich wählen, ob ich alternativ im Rahmen einer Steuererklärung versteuern kann ?
Grazie mille, christoph

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    Guten Tag, die Pauschalbesteuerung auf Mieteinnahmen von Wohnimmobilien gilt bei den normalen Verträgen 4+4 Jahre, sowie bei Kurzmieten bis 18 Monaten. Basis der Berechnung ist der jährliche Bruttomietzins. Es gibt dafür tools im Internet, die die Berechnung ausführen. Die Wahl der Pauschalbesteuerung muss bei Registrierung des Vertrages zum Finanzamt gemacht werden. Sie verzichten mit dieser Besteuerung auf die sonst mögliche Anpassung des Mietzinses nach Teuerungsrate (laut ISTAT). Für Details wenden Sie sich bitte an einen ital. Steuerberater. Mit besten Grüßen U.Cristina

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      Hallo ,
      danke für die rasche Antwort. Empfehlungen für einen Steuerberater im Raum Lignano ? Mit Deutsch- oder Englischkenntnissen.
      grazie mille,
      christoph

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Hallo Frau Cristina, vielen Dank für Ihr Engagement. Ich habe in 2019 ein uraltes Rustico am Gardasee erworben und bin jetzt dabei es zu sanieren – unter strengen Auflagen der Comune. Nach Fertigstellung möchte ich es als Ferienhaus vermieten und natürlich ein paar Wochen im Jahr auch selber darin verbringen. Alle dort fälligen Gebühren und Steuern zahle ich bereits – die Zweitwohnsteuer noch nicht, da wir es noch nicht bewohnen dürfen und können. Was mir bisher leider keiner richtig beantworten kann: Wie ist das mit den Kosten: Erwerb bzw AfA, Notar, Zinsen, Restaurierungskosten, Architekt, Reisekosten etc.. Da ich dort ja kein Einkommen ausser irgendwann die Mieteinnahmen habe, kann ich sie ja nicht dagegen aufrechnen. Bereits zwei konsultierte deutsche Steuerberater können mir nicht helfen. Gerne lasse ich mich auch von einem deutschsprachigen Steuerberater vor Ort unterstützen – nur auch den konnte ich trotz italienischen Freunden vor Ort nicht auftreiben. Liebe Grüße, Tamara

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    Guten Tag Frau Emken, in der Tat kann man steuerlich Kosten nur absetzen, wenn man auch Einkommensteuer zu zahlen hat. Alle erwähnten Kosten im Zusammenhang mit der Immobilie sind in Deutschland grds. nicht abzugsfähig und in Italien fehlt es am Steueraufkommen. Von der Zweitwohnsteuer (IMU) kann man keine Kosten absetzen. Erst wenn Sie Einkommen in Italien versteuern, können Sie auch Kosten geltend machen. Einen deutschsprachigen Steuerberater in Italien finden Sie über Italien Inside. Mit besten Grüßen U. Cristina

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Hallo und guten Tag,
ich bin Liechtensteiner und dort wohnhaft zur Miete. Ich beabsichtige mir in Italien ein Haus zu kaufen um dort einen Teil des Jahres zu verbringen, bleibe aner mit 1. Wohnsitz in Liechtenstein. Da das Haus in Italien aber mein einziges wäre, würde dieses dann in Italien trotzdem als Zweitbesitz betrachtet und in Italien mit der Zweitwohnsteuer/IMU belegt?
Danke und Gruss

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    Guten Tag Herr Stephan, welche steuerliche Einordnung Ihr Haus in Italien erhält, bestimmen Sie beim Erwerb mit der notariellen Urkunde. Möchten Sie die Steuervorteile eines 1. Wohnsitzes in Italien nutzen, ist dieser innerhalb von 18 Monaten nach Beurkundung in dieses Haus zu verlegen, ansonsten werden Sie nachbesteuert. Bleiben Sie mit Ihrem Wohnsitz in Liechtenstein gemeldet und erklären Sie das in der Notarurkunde, handelt es sich in Italien um ein Zweithaus, unabhängig davon, ob Sie zu Hause Immobilieneigentum haben oder nicht. Der ital. Staat fördert den Erwerb des 1. Wohnsitzes innerhalb seiner Staatsgrenzen und beachtet nicht die Situation im Ausland. Mit besten Grüssen, U. Cristina

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      Vielen Dank für die Antwort. Da die steuerlichen Vorteile eines Erstwohnsitzes in Liechtenstein sehr warscheinlich deutlich überwiegen würde ich für den Kaufpreis die ca. 10 % an Steuern für einen Zweitwohnsitz in Italien mit einkalkulieren. Ich gehe davon aus das sich dieser Betrag an dem tatsächlichen Kaufpreis orientiert und nicht an dem (vermutlich) deutlich geringeren Katasterwert. Ist das korrekt?

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        Die Grunderwerbssteuern für Zweitwohnungen, die beim Erwerb fällig werden, betragen 9% (3+6%), wenn Sie von einem Privaten erwerben, kann als rechnerischer Bezugswert der Katasterwert der Immobilie beantragt werden. MfG uc

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Guten Tag, wir (Schweizer) würden gerne ein Ferienhaus in Piemont kaufen sind ja aber von der Reziprozitäts-Regelung betroffen. Wenn nun das Grundstück aus drei nebeneinander liegenden Parzellen besteht, zählen diese dann einzeln oder als Ganzes für die 1000m2?
Vielen Dank, Reto

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    Guten Tag Herr Maler, das Reziprozitätsprinzip der ital. Verfassung, das bei Immobilien für alle “Personen im Ausland” mit Wohnsitz in der Schweiz zur Anwendung kommt, ist nichts anderes als die Anwendung des schweizerischen Rechts auf italienische Immobilien (Bundesgesetz vom 16. Dezember 1983 über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland (BewG, SR 211.412.41), Verordnung vom 1. Oktober 1984 über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland (BewV, SR 211.412.411). Es kommt also darauf an, wie die Schweizerischen Bundes- oder Kantonalbehörden diesen Fall sehen: gelten 3 Grundstücke als zum Haus zugehörig? Nach ital. Recht muss in der notariellen Urkunde ausdrücklich angegeben werden, welche Grundstücke zum Haus gehören (“pertinenza”). Überschreiten diese die 1000qm-Beschränkung, kann nur durch Nachweis eines “erhöhen Bedarfs” eine Erweiterung auf 1500qm zulässig sein. Mit besten Grüssen U. Cristina

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Gerhard Loew
Juli 30, 2021 9:44 pm

HALLO; WIR BEABSICHTIGEN uns als Rentner in Italien niederzulassen. Was ist für uns zu beachten und welche pflichten gegenüber dem italienischen staat haben wir zu erfüllen. wir wollen den ersten wohnsitz in Deuschland lassen aber Dauerhaft in Italien wohnen. Können Sie mir Tips geben? im voraus Danke

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    Guten Tag Herr Loew, das Thema “Auswandern” wurde auf dieser Website bereits ausführlich durch andere Artikel bearbeitet (Ankommen in Italien, Auswandern konkret ecc.) dort finden Sie sicher die richtigen Hinweise. Bezüglich einer ital. Immobilie im Eigentum ändert sich z.B. die steuerliche Einordnung, als Bewohner mit Wohnsitz in Italien zahlen Sie für Ihr Heim keine Zweitwohnsteuer (IMU) und der Mülltarif (TARI) wird i.d.R. günstiger. Mit besten Grüßen U. Cristina

    Antworten

      Guten tag , vorerst einmal vielen Dank für ihre schnelle Antwort. Wenn wir unsere Hausaufgaben hier in Oberstdorf erledigt haben (wohnungsverkauf, Firmenverkauf und vor allen Dingen das lernen der italienischen Sprache) werden wir Ihre Hilfe sowieso in Anspruch nehmen um uns in Italien rechtlich zu unterstützen und vertreten. Die angestrebten Objekte liegen alle in Kampanien.
      Liebe Grüße Fam. Loew

      Antworten
Simone Zamponi
Juli 26, 2021 1:32 pm

Liebe Frau Cristina, zunächst vielen Dank, dass Sie Ihr Know How auf diesem Blog zur Verfügung stellen. Ich habe Fragen zu dem Katasterwert und der Katasterrendite. Beide sind ja die Basis für einmalige und laufende Steuern.
Die Formeln konnte ich finden, offen bleibt aber wie ich an konkrete Werte komme für potentielle Immobilien. Müssen diese vom Makler/Bauträger genannt werden? Gibt es Näherungswerte mit denen man ersatzweise rechnen kann. Im Voraus vielen Dank Simone

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    Guten Tag Herr Zamponi, der Katasterwert einer Immobilie ergibt sich aus dem individuellen steuerlichen Ertragsquotienten (rendita), der durch das Fianzministerium jeder Immobilie in Italien zugeordnet ist. Diesen ersehen Sie aus dem Katasterauszug (visura Catastale). Der Verkäufer hat diesen und weitere für den Verkauf vorzulegen. Bevor Sie einen Kauf vereinbaren, sollte der Verkäufer/Makler Ihnen Einsicht gewähren. Es ist ein individueller Wert nach Kategorie, Lage und Größe, allgemeine “Näherungs”werte gibt es dafür nicht. Bei Neubauten muss der Antrag auf Annahme des Katasterwerts vom Bauträger beim Katasteramt gestellt werden, nachdem die Baubeendigungsanzeige der Gemeinde vorgelegt wurde. Mit besten Grüßen U. Cristina

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Sebastian Haas
Juli 25, 2021 7:23 am

Sehr geehrte Frau Cristina,
Gibt es auch Fördermittel (ähnlich wie den Superbonus) für energetischen Neubau am Gardasee?
Grüße

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    Sehr geehrter Herr Haas, die Fördermittel “Bonus 110”, wurden von der ital. Regierung national beschlossen, sie gelten in allen Regionen gleichermassen. Es gibt Beschränkungen nach Antrags- und Ausführungsfristen und Deckelungen der maximalen Erstattung bei verschiedenen, genau beschriebenen Gewerken. Die Vorgaben sind ziemlich komplex und können für den Verbraucher nur mit Hilfe von informierten Technikern, Baufirmen und Banken durchgeführt werden. Die Nachfrage nach den steuerlichen Vergünstigungen ist zudem sehr hoch und folglich ist die erste Herausforderung, freie Mitarbeiter für so ein Projekt zu finden. Daneben bleibt noch die steuerliche Abzugsfähigkeit von Kosten des energetischen Aus- und Umbaus (z.B. Quote 60%) bestehen. Dies macht aber nur Sinn, wenn Sie auch Einkommensteuer in Italien zahlen, von der etwas abgezogen werden kann. Mit besten Grüssen U. Cristina

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Kurt Netzer
Juli 8, 2021 2:57 pm

Guten Tag Frau Cristina, wir haben am Lago Maggiore einen kleinen Bungalow der an einer Seite an eine 2-stöckige Reihenhausanlage anschliesst. Nun will unser unmittelbarer Nachbar per Superbonus 110 die Seitenwand wärmeisolieren. Dazu muss er aber a) unsere Terrasse bebauen (ca. 20 cm) und b) ueber unser Grundstück die Arbeiten durchführen lassen. Müssen wir bitte dulden, dass a) unsere Terrasse kleiner wird und b) dass er über unsere Grundstück die Arbeiten (Gerüstbau, usw) ausführt?
Viel Dank, Kurt

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Hallo,
wir haben eine Ferienwohnung am Lago Maggiore und bezahlen auch unsere Steuern. Bis jetzt haben wir das über ein Steuerbüro laufen lassen, bekommen aber keine Belege und wollen es jetzt selbst machen. Was uns noch fehlt ist eine Kontonummer, auf die wir die Steuer von Deutschland aus überweisen lassen möchten, denn mit den Postschaltern kennen wir uns nicht aus und können auch zeitlich nicht so anwesend sein. Hätte jemand vielleicht eine Idee, wie ich die Bankverbindung für die Steuer bekomme?
Vielen dank

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    Guten Tag Frau Abletshauser, Sie müssen bei der Gemeinde anfragen, in der sich Ihre Immobilie befindet. Die Zweitwohnsteuer wird von Einheimischen über ein bestimmtes Formular (sog. F24) bei einer ital. Bank gezahlt. Haben Sie nur eine Bank im Ausland, können Sie das Formular nicht abrufen. Das wissen auch die Gemeinden, entweder zahlen Sie den Betrag persönlich in einer ital. Bank unter Verwendung des F24 ein oder fragen nach IBAN und Bic des Gemeindekontos. Mit besten Grüssen U. Cristina

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Guten Tag Frau Cristina, wir haben ein Ferienhäuschen im Veneto und zahlen jährlich IMU, aber sonst keinerlei Steuer.
Das Haus ist für den Eigenbedarf, wird also nicht vermietet. Jetzt habe ich vom Superbonus 110 gehört und wir würden gerne Solarpanels auf’s Dach machen und ggf. das Haus isolieren. Haben wir als Ausländer (Deutsche) die Möglichkeit, vom Superbonus 110 zu profitieren und falls ja, wie? Im Voraus vielen Dank und herzliche Grüße! Simone 🙂

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    Guten Tag, ja die Regelungen zum “Bonus 110” sind ein rechter Dschungel und sind immer wieder in Überarbeitung. Grundsätzlich kann man sagen, dass auch Zweitwohnungen für diese steuerlichen Vergünstigungen infrage kommen. Da Sie in Italien keine klassische Einkommensteuer zahlen, ist das Abzugssystem “110%”, für die beim geförderten Umbau aufgebrachten Kosten, für Sie aber nicht machbar. Sie könnten sich den Umbau iRd. besonderen staatlichen Förderung durch ein Darlehen bei einer italienischen Bank finanzieren lassen, das an den Staat abgetreten würde. Erfüllen die Arbeiten die Voraussetzungen für den Bonus, zahlt der ital. Staat die mit der Bank festgelegten Fördersummen über die Bank direkt an Handwerker und Techniker aus. So zumindest die Theorie. In der Praxis benötigen Sie einen Architekten/ Geometer, der die Vorschriften kennt, eine Bank, die mit Ihnen die Finanzierung vereinbart, ev. einen Steuerberater für die Anträge und die Handwerker, die sich mit den Gewerken und Preisen im Rahmen der Förderungssummen halten. Zur Zeit ist es zudem reine Glückssache, ob nur einer dieser Mitspieler noch freie Kapazitäten hat. Die Nachfrage ist riesig. Es gibt zudem 110er-Teams, die sich auf solche Anträge spezialisiert haben. Beste Grüsse U. Cristina

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Jürgen Wienold
Mai 23, 2021 11:16 am

Hallo Frau Cristina, meine Frau und ich haben gemeinsam eine Wohnung am Gardasee erworben. Der Katasterwert berträgt ca. 650 €. Wir haben jeweils eine italienische Steuernummer. Grundsätzlich wollen wir die Wohnung vermieten, haben es bis jetzt nicht gemacht. Sind wir zur Abgabe der Einkommensteuererklärung verpflichtet oder fallen wir unter die Freigrenze von 500 € ? Vielen Dank Jürgen Wienold

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    Guten Tag Herr Wienold, wenn Sie die Wohnung als Ferien-/Zweitwohnung erworben haben, sind Sie und Ihre Frau in der Gemeinde am Gardasee zur Zahlung von Zweitwohnsteuer IMU verpflichtet, diese ersetzt grundsätzlich die wertabhängige Einkommensteuer IRPEF, die bei Einkommen in Italien fällig ist. Hier müssen Sie bei Vermietung entscheiden, wo Sie den Umsatz versteuern. Dazu ist die Rücksprache mit einem ital. Steuerberater zu empfehlen. Mit besten Grüssen U. Cristina

    Antworten
    Brigitte Wagner
    August 1, 2021 7:03 am

    Liebe Frau Cristina,
    vielen Dank für die vielen und sehr hilfreichen Antworten! Wir planen gerade eine Wohnung in Venedig zu kaufen, zum Teil zur Eigennutzung zum Teil zur monatsweisen Vermietung (z.B. 3-6 Monate). Bei einigen Angeboten steht dabei, dass die Wohnung als “commerciali” registriert ist. Darf man dann in der Wohnung überhaupt wohnen, bzw. diese vermieten? Vielen Dank für die Antwort. herzliche Grüße B. Wagner

    Antworten

      Guten Tag Frau Wagner, wenn in den Verkaufsanzeigen ein Gebäude als gewerblich, also “commerciale” angeboten wird, so ist dieses nicht zur Wohnnutzung zugelassen. Das Katasteramt hat diese Immobilien dann z.B. der Kategorie A10 (Büro) oder C1 (Geschäft) oder C3 (Werkstatt) zugeordnet. Eine einfache effektive Umnutzung geht nicht, sondern müsste erst vom Katasteramt genehmigt werden und dies geht nur, wenn die Räume auch den Vorgaben der Bauvorschriften für Wohnnutzung entsprächen. Besser, Sie beschränken sich bei Ihrer Suche auf Immobilien der Kategorie A1 bis A9 und 11, auf D2, wenn Sie ein Hotel eröffnen möchten. Mit besten Grüssen U. Cristina

      Antworten

Hallo,
Wir haben von unserem Vater, Italiener mit Erstwohnsitz in Deutschland, ein Haus in Florenz geerbt. Alle Erben, zwei Toechter und meine Mutter, leben im Ausland. Wie sollte sich die zu zahlende IMU errechnen? Wir haben nun von einer Commercialista eine Erklaerung anfertigen lassen und dieser Betrag ist mehr als doppelt so hoch als die Steuer, die mein Vater noch zu Lebzeiten bezahlt hat. Kann das stimmen? Worauf sollte die Commercialista achten, wenn die Erben im Ausland leben?

Vielen Dank.

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    Guten Tag Elisabeth, die IMU für nicht in Italien mit Wohnsitz Gemeldete bestimmt sich einerseits nach dem Katasterwert der Immobilie und nach dem Steuerquotienten selbst, der durch die Gemeinde jedes Jahr beschlossen wird. Jeder Miteigentümer zahlt diese nach seinem Anteil. Sie können die IMU auch online für die Immobilie errechnen, dazu gibt es eine Reihe tools z.B. https://www.idealista.it/news/statistiche/calcolo-imu/seconda-casa/ Wo die Erben wohnen, ist insofern also nicht von Belang – solange sie nicht in dem besagten Haus selbst gemeldet sind. Mit besten Grüssen U. Cristina

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Hallo Frau Cristina,
bei Immobilienkauf in Italien, Venetien, Region Padua.
Sind die Notarkosten vom Gesetz festgelegt, wie werden Sie bemessen? Kann der Notar verlangen, was er will ? Sind die Notarkosten “verhandelbar” ?
Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung

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    Guten Tag Herr Klee, seit 2012 kann in Italien das Honorar des Notars auch ausgehandelt werden, es empfiehlt sich deshalb, vor Beauftragung einen Kostenvoranschlag einzuholen. Die Notare orientieren sich an den weiterhin geltenden Tariftabellen (zuletzt 2018 angepasst) und dem Kaufpreis, aber es gibt Spielräume, die man nutzen kann, wenn man verschiedene Angebote miteinander vergleicht. Zum Beispiel stellen einige Notare ein Anderkonto zur Hinterlegung des Kaufpreises kostenlos, während andere dafür Gebühren fordern. Da der Notar auch die Erwerbssteuer einkassieren muss, werden höhere Gesamtbeträge aufgerufen. Da ist es besser, die einzelnen Posten in einem Angebot nebeneinander aufgeführt zu sehen. Mit besten Grüssen U. Cristina

    Antworten
Marzia Foraboschi
April 5, 2021 3:13 pm

Sehr geehrte Frau Cristina, zunächst einmal möchte ich mich für den Blog bedanken, mir hat es schon einige Fragen beantwortet.
Nun zu meinem Anliegen. Ich bin Italienerin, beim Aire gemeldet. Habe auch die deutsche Staatsangehörigkeit.
Momentan verzichte ich in Deutschland auf die Steuererklärung weil Single ohne Besitz, es lohnt sich als Angestellte einfach nicht fuer mich.
Ich beabsichtige demnächst eine Eigentumswohnung in Treviso zu kaufen, sodass ich regelmäßig die Steuern in Italien zahlen muss, aber als AIRE Mitglied kein IRPEF abgeben muss, nur IMU. Dies jedenfalls mein Verständnis. Muss ich dann beginnen in Deutschland die Steuererklärung zu machen, obwohl ich in Deutschland nichts besitze? Mein Verständnis ist, dass ich von der Doppelbesteuerung befreit bin, wegen AIRE.
Danke vielmals und viele Grüße
Marzia Foraboschi

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    Guten Tag Frau Faraboschi, grundsätzlich kommt es für die Steuererklärung darauf an, wo die Einkünfte entstehen. Sind Sie Eigentümerin einer Immobilie in Italien und der steuerliche Gewinnwert liegt über dem Freibetrag, ist eine Einkommensteuererklärung IRPEF abzugeben. Wenn Sie Ihren Wohnsitz in Deutschland nach Erwerb behalten, kommt dazu noch Zweitwohnsteuer IMU. Die Einzelheiten dazu und ob die Wohnung dann auch steuerliche Pflichten in Deutschland auslöst, sollten Sie bitte mit einem Steuerberater klären. Mit besten Grüssen U. Cristina

    Antworten
Leone Giovanni
März 25, 2021 11:19 am

guten Morgen
auch ich wie die Frau Pala (januar9.2021) geschrieben hat, habe heute die 2 eingeschriebene Briefe/ Forderungen erhalten. Mit meiner Unterschrift habe ich die Bestätigung der Post bestätigt.
Habe mit interesse Ihre Antwort gelesen und bin sehr zufrieden .
Habe ich richtig verstanden das mit einen eingeschrieben Schreiben al Comune die Verjährung der Forderungen geltend machen !!!!
vielen Dank
mfg Giovanni Leone / Schweiz

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    Guten Tag Herr Leone, wenn es sich bei den Einschreiben um erste Zahlungsaufforderungen und/oder Mahnungen für IMU oder TASI für das Jahr 2015 handelt, dann sind diese bei Ihnen zu spät eingegangen. Die Gemeinde muss vor Ablauf des 5. Jahres ihre Forderungen mitteilen. Auf dem Einschreiben ist generell die zuständge Stelle oder Sachbearbeiter angegeben, dem gegenüber Sie sich auf die Verjährung berufen müssen. Mit besten Grüssen, U. Cristina

    Antworten

Guten Tag,
ich wollte auf Sizilien ein Haus kaufen.Jetzt wollte ich wissen
wie viele Kosten jährlich an steuern,Müll
usw.(Nebenkosten) auf mich zu kommen würden.

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    Guten Tag Herr Gaetano, so allgemein kann diese Frage nicht beantwortet werden: alle diese Kosten sind zu bedenken, hängen aber entweder vom Katasterwert des Hauses, der Anzahl der Eigentümer, der Gemeinde o.ä. ab. Wenn Sie eine Beratung wünschen, senden Sie bitte eine Mail, vielen Dank. Mit besten Grüssen U. Cristina

    Antworten

Hallo Frau Cristina,
würde gerne in Erfahrung bringen ob ich mein Konto bei einer italienische Bank kündigen kann.
Ich habe in Italien Lago Maggiore eine Wohnung, damals musste ich ein conto Corrente eröffnen allerdings wird von diesem Konto nur Strom abgebucht und mittlerweile kann ich es auch von mein deutschen Konto bezahlen. Daher die Frage darf ich dieses Konto kündigen?

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    Guten Tag Frau Franca, auch in Italien gibt es keinen Zwang zur Kontoführung, selbstverständlich können Sie Ihr Konto bei der Filiale nach den im Kontovertrag vorgegebenen Bedingungen kündigen! Häufig handelt es sich eher um ein praktisches Problem: zur Kontoauflösung verlangt die Filiale meist ein persönliches Vorsprechen zur Unterschrift des Auflösungsvertrags und für die Abwicklung fallen Gebühren an. Mit besten Grüssen U. Cristina

    Antworten

Hallo! Wir beabsichtigen einen Immobilienkauf von ca. 3-5 Anlageobjekten in Italien, welche vermietet werden sollen. Ist es günstiger diese privat oder als Firma zu erwerben? Wenn als Firma, was wäre hier die günstigste Struktur?

Herzlichen Dank für Ihre Auskunft!

Mfg

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    Guten Tag Herr Krausz, das sind sehr komplexe Fragen, für die hier nicht der Raum einer Antwort ist, denn es kommt immer auf den konkreten Einzelfall an. Wenn Sie z.B. mit einer Gesellschaft (ausl, inländ. o.a.?) erwerben, können Sie keine Ermäßigung bei der Erwerbssteuer geltend machen, hätten aber ev. Vorteile bei der zukünftigen Vermietung. Sie benötigten eine ausführlichere Rechts- und steuerrechtliche Beratung. Mit besten Grüßen U. Cristina

    Antworten

Hallo Frau Cristina,

besteht die Möglichkeit sich von der TARI befreien zu lassen wenn man nur max. 3 Wochen im Jahr in Italien im Urlaub ist? Wir haben zwei Wohnungen in Italien (beide nicht vermietet) und es kommen ca. 480 Euro Müllgebühr jedes Jahr auf uns zu. Für 3 Wochen im Jahr Urlaub ist es ziemlich viel.

Liebe Grüße
OP

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    Guten Tag Frau Pala, ob eine Kostenreduzierung bei den Müllgebühren für Ferienwohnungen möglich ist, muss in der kommunalen Müllverordnung geregelt sein und dann ausdrücklich beantragt werden. Eine Befreiung ist ausgeschlossen, solange das Haus zum “Wohnen bereit” ist d.h. alle Versorgerverträge bestehen. Es ist unerheblich, dass Sie in der meisten Zeit des Jahres keinen Müll produzieren. Seit 2013 sollen die Gemeinden kostendeckend bei der Mülltrennung und Entsorgung arbeiten, was zu einer erheblichen Kostenerhöhung beigetragen hat. Mit besten Grüssen, U. Cristina

    Antworten

Hallo Frau Cristina,

wir haben heute zwei Briefe (Imu und Tasi) aus Sardinien erhalten. Es geht um Imu und Tasi aus dem Jahr 2015. Der Brief wurde im November 2020 versendet und kam erst heute an da die Briefe an unsere alte Adresse adressiert waren. Ist die Rechnung jetzt verjährt? Die Briefe wurden per Einschreiben gesendet.

Vielen Dank und liebe Grüße
OP

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    Guten Tag Frau Pala, nach ital. Recht verjähren regelmäßig wiederkehrende Forderungen, zu denen auch IMU und TASI gehören, innerhalb von 5 Jahren, wenn sie in diesem Zeitraum von der Gemeinde nicht angemahnt wurden. Dazu reicht ein einfaches Schreiben oder Einschreiben. Zum Ende eines Jahres mahnen die Gemeinden idR alle vor dem Verfall stehenden Forderungen an. Wenn Sie das Schreiben in 2021 erhalten un dessen Empfang in 2021 bestätigt haben, können Sie gegenüber der Gemeinde für das Jahr 2015 die Verjährung der Forderungen geltend machen. Dies gilt nicht für die Forderungen ab 2016, für die bis Ende dieses Jahres eine separate Mahnung versandt werden kann, um die Forderung aufrecht zu erhalten. Mit besten Grüssen, U. Cristina

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Hallo, wir möchten in apulien ein Grundstück kaufen und später dort bauen. Wir sind beide deutsche und verheiratet in zugewinngemeinschaft. Mein Mann spricht perfekt italienisch. Deshalb wurde uns geraten das nur er den Vertrag unterschreibt damit wir uns die Kosten für den Dolmetscher sparen können. Zudem wurde uns gesagt das es ohnehin egal ist wer Eigentümer ist, da in Italien automatisch beide Eigentümer werden. Wir sind ja aber nach deutschem Recht verheiratet. Ich traue dem ganzen nicht. Zumal wir noch zwei erwachsene Kinder aus unterschiedlichen Ehen haben könnte es im erbfall auch schwierig werden. Bezahlen werden wir das Grundstück beide zusammen. Was raten Sie uns? Auf jeden Fall beide unterschreiben? Lieben dank und herzliche grüße.

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    Guten Tag Frau Stefanutto, nur wer beim Notar die Kaufurkunde unterzeichnet, wird auch Eigentümer. Es gibt keinen Automatismus. Ihr Mann muss bei der Beurkundung angeben, dass er nach deutschem Recht und in Zugewinngemeinschaft verheiratet ist. Unterschreibt er allein, wird nur er Eigentümer, egal woher das Geld stammt. Dies ist anders als in Italien, wo die Ehegatten ohne anderweitige Bestimmung immer in Gütergemeinschaft leben, deshalb müssen beide Ehegatten dem Kauf zustimmen, der in ihr gemeinschaftliches Vermögen fällt. Wenn Sie Miteigentümerin werden wollen, müssen auch Sie den Notarvertrag als Käuferin unterschreiben. Mit besten Grüssen U. Cristina

    Antworten
Diane Kreidler
Oktober 26, 2020 1:12 pm

Vielen Dank für die zusammengetragenen Informationen.
Was mir nicht klar ist, ist folgender Abschnitt oben: “Nur, wenn der Betrag für alle erworbenen Immobilien unter € 500,00 liegt, ist man von der Steuererklärung befreit. Sonst erfordert die Steuerpflichtigkeit eine jährliche Einkommens-Steuererklärung (sog. IRPEF) für alle natürlichen Personen, einzureichen bis zum 30.6., (…)”.

Dass man auf einen Gewinn über 500€ beim VERKAUF Steuer zahlt, ist mir völlig klar. Aber was bedeuet “Sonst” in diesem Zusammenhang? Wenn ich doch noch nicht verkauft habe, sondern Besitzer der Immobilie bin, kann ich ja auch noch keinen Gewninn mit der Immobilie gemacht haben…? Soll das bedeutetn, dass ich während ich eine Ferienimmobilie halte für den Fall, dass ich irgendwann einmal Gewinn damit mache die ganze Zeit über eine weitere Steuererklärung in Italien abgeben muss, obwohl ich dort keinen Wohnsitz habe? Vielen Dank an Sie!

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    Guten Tag Frau Kreidler, Sie beziehen sich auf eine spezifische Anfrage zur Steuerpflicht in Italien, wenn man dort als Immobilieneigentümer eingetragen ist. Grundsätzlich gilt: Jede Immobilie in Italien muss eine Eintragung zum steuerlichen Katasteramt haben. Damit geht auch die Bestimmung des steuerlichen Einheitswertes dieser Immobilie einher (Katasterwert). Dieser wiederum bestimmt, ob das “Halten und Haben” der Immobilie als solches einen steuerlichen Gewinn darstellt, der in einer Einkommensteuererklärung angegeben werden muss. Liegt der Steuerwert unter € 500, fällt dieser Wert in die Steuerfreigrenze.Der Gewinn muss unabhängig von Ihrem Wohnsitz am Ort der Immobilie angegeben und versteuert werden. Für Einzelheiten wenden Sie sich bitte an einen ital. Steuerberater. Mit besten Grüssen U. Cristina

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    Hallo!
    Wir haben durch Zufall Ihren Blog entdeckt! Schade erst jetzt, in den 38 Jahren mit einem Rustico in der Toskana, hätten wir viele Fragen gehabt! Wir finden Ihr Engagement einfach toll und wer weiß vielleicht brauchen wir nochmal Ihren Rat! Mfg

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Hallo und guten Tag, auf einem vor einem Jahr erworbenen Baugrundstück am Gardasee plane ich ein neues Haus zu bauen und dort, nach Fertigstellung, einen Großteil des Jahres zu verbringen. Ich bin nicht mehr berufstätig und beziehe mein Einkommen aus umfangreichem Immobilienbesitz, den i h in Deutschland habe. Ich spiele mit dem Gedanken, meinen Erstwohnsitz an der Gardasee zu verlegen, auch um in den Genuss der auf 4% verringerten IVA bei den Baukosten zu kommen. Was muss ich beachten und wird mein Einkommen aus den deutschen Immobilien dann (auch) in italien versteuert?

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    Guten Tag Herr Müller, Ihre Fragen zielen auf steuerliche Aspekte und erfordern über die bereits in diesem Blog behandelten Themen eine individuelle Beratung durch einen deutschen und einen ital. Steuerberater (s. z.B. http://www.reschbernhard.it/). Grundsätzlich werden die Einnahmen unabhängig von der Herkunft am Wohnsitz versteuert. Beste Grüsse U. Cristina

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    Alexandra Richter
    Februar 1, 2021 5:03 pm

    Hallo Herr Müller, wir haben im Prinzip genau das gleiche Thema wie Sie. Nun wollte ich mich bei Ihnen erkundigen, ob Sie hier schon weitergekommen sind mit dem Thema. Ich würde mich sehr freuen von Ihnen zu hören.

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Sabine Henninger
Juni 25, 2020 10:19 am

Guten Tag,
wir beabsichtigen in Apulien eine Immobilie zu kaufen und wollten fragen, ob Sie uns in dieser Region einen Notar empfehlen können. Zudem hätten wir gern eine Empfehlung für einen italienischen Steuerberater.
Vielen Dank!

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    Guten Tag Frau Henninger, für Apulien habe ich keine direkte individuelle Empfehlung, nur den Rat, dass Sie auf jeden Fall erst nach Einholen von 2-3 Kostenvoranschlägen eine Wahl treffen sollten. Der Notar kann zur Beurkundung überall auf ital. Territorium zugelassen sein, muss also nicht unbedingt in der Nähe des Hauses sein – auch z.B. im deutschsprachigen Bozen, wenn die Verkäufer vorab informiert sind. Für die Steuerberater schauen Sie bitte in unsere “Expat-Map”. Beste Grüsse, U. Cristina

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Hallo Frau Cristina,

wir wollen in Italien eine Immobilie erwerben und überlegen, ob steuerlich gesehen ein abgelegenes Haus in den Bergen (Vermietung an Akademien und Stiftungen sowie Verluste durch Renovierung (alte Fresken, Denkmalschutz, evtl. EU-Förderung), die steuerlich geltend gemacht werden können oder ein Stadthaus mit Nähe zu Lucca und Strand und garantierten Einnahmen durch Vermietung die bessere Variante ist. Wozu raten Sie? C. Meyhausen

Antworten

    Guten Tag Frau/Herr Meyhausen, diese Frage zielt in den Zuständigkeitsbereich eines ital. Steuerberaters (commercialista), ich beantworte dagegen Fragen zu rein rechtlichen Aspekten rund um Immobilien in Italien. Grundsätzlich setzt eine “steuerliche Geltendmachung”, also Abzugsfähigkeit in Italien voraus, dass Sie dort auch Einnahmen haben, für die Einkommensteuer anfällt. Ich rate dazu, sich an einen ital. Steuerberater zu wenden. Mit besten Grüssen, U. Cristina

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Giuseppa Simone
Juni 11, 2020 7:50 am

Guten Tag, meine Eltern wohnen hier in Deutschland in einer Mietwohnung und haben in Italien ein Haus, das sie im Sommer nutzen, sonst steht es leer. Die beiden sind in Rente. Müssen sie trotzdem den vollen Satz IMU und TARI bezahlen. Ich möchte anmerken dass die beiden von einer kleinen Rente leben müssen. Ich hoffe Sie können mir eine Auskunft geben. Mit freundlichen Grüßen

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    Guten Tag, der Satz der Zweitwohnsteuer (IMU) bemisst sich nach dem Katasterwert der Immobilie und der Quote, die der Gemeinderat festgesetzt hat. Dabei ist es nicht von Bedeutung, wie häufig die Immobilie genutzt wird und welche finanziellen Möglichkeiten für die Eigentümer bestehen. Bei den Müllgebühren (TARI) müssten Sie in der konkreten Müllordnung der Gemeinde nachsehen: normalerweise gibt es Ermäßigungen für eigengenutzte Zweitwohnungen (da ja weniger Müll produziert wird), die aber ausdrücklich beantragt werden müssen. Mit besten Grüssen U. Cristina

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Guten Abend, mit Interesse habe ich die verschiedenen Kommentare gelesen. In diesem Zuge würde ich mich freuen wenn Sie mir helfen könnten. Ich habe eine Wohnung auf Sardinien gekauft auf meinen Namen da meine Frau (verheiratet nach Deutschem Recht ) nicht bei dem Notriellen Kauf anwesend sein könnte. Im Kaufvertrag wurde mit aufgenommen, dass ich verheiratet bin und “che il loro regime patrimoniale e quello della comunione degli incrementi in vertu del quale il presente acquisto e bene personale di …..(mein Name)” .Nun zu der eigentlichen Frage…da wir diese Wohnung gemeinsam abbezahlen würden wir gerne wissen ob bei einer Scheidung oder Tod , meine Frau ein Anrecht darauf hat ? Wie müssten wir vorgehen damit Sie nachträglich in den Vertrag mit aufgenommen werden kann.Danke im Voraus und schöne Grüsse aus Deutschland

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    Guten Tag Herr Congiu, im ital. Kaufvertrag wurde -wahrscheinlich fehlerhaft- angegeben, dass Sie mit Ihrer Frau in Gütergemeinschaft leben und dass die Immobilie zu Ihren persönlichen Gütern zählt. In Italien ist Gütergemeinschaft der gesetzliche Güterstand, nicht die Zugewinngemeinschaft wie in Deutschland, das hat der Notar wohl missachtet. Eine ev. Scheidung unterläge deutschem Recht und den Regeln des Zugewinnausgleichs, d.h. darin würde der Wert der Wohnung bei der Berechnung beachtet werden müssen, also eine Anrechnung im Gesamtausgleich unter Beachtung der Mitfinanzierung. Nach den Urkunden sind Sie Alleineigentümer der Wohnung. Bei Ihrem Tod fiele die Wohnung in Ihren Nachlass und je nachdem wie viele Erben Sie haben, an alle zu deren Anteilen. Um dies zu ändern und Ihre Frau aktuell an der Immobilie selbst Rechte einzuräumen, ist eine weitere notarielle Urkunde in Italien erforderlich, z.B. eine Schenkung des Anteils von 50%. Mit besten Grüßen U. Cristina

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Martin Drittenbass
Mai 1, 2020 9:19 am

Guten Tag, ich(Schweizer) meine Frau Italienerin haben letztes Jahr ein Haus In Sardinien erworben.
Ich bin Immobilien Besitzer in der Schweiz. Für meine Frau ist das die 1.Immobilie in Italien, müssen wir also für die IMU. TASI nur die Hälfte versteuern?
Mfg
Martin Drittenbass

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    Guten Tag Herr Drittenbass, ob Sie bzw. Ihre Frau IMU (= Zweitwohnsitzsteuer) zahlen müssten, hängt davon ab, was Sie im notariellen Erwerbsvertrag der Immobilie erklärt haben. Wenn Ihre Frau das Haus als 1. Wohnsitz erworben haben sollte, dann ist diese nicht geschuldet. Grundsätzlich jedoch werden Ferienimmobilien als 2. Haus erworben, so schuldeten Sie als nicht an der Adresse gemeldete Miteigentümer je 50% der IMU. TARI (Müll) und TASI (Servicestsuer) sind grundsätzlich immer geschuldet. Die genauen Bedingungen ergeben sich aus der entsprechenden gemeindlichen Verordnung. Als Miteigentümer schuldet jeder die fälligen Gebühren und Steuern nach dem entsprechenden Eigentumsanteil. Mit besten Grüssen U. Cristina

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Sehr geehrte Damen und Herren,
Kann man IMO auch von Deutschland bezahlen? Was ist zu tun, um von Deutschland aus zu zahlen?
Mit freundlichem Gruß
D. Cordaro

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    Sehr geehrte/r Frau/Herr Cordaro, die Gemeinden haben nornalerweise ein Konto mit IBAN und BIC, auf das Sie die IMU vom Ausland direkt überweisen können. Die Kontoverbindung müssen Sie bei der Gemeinde erfragen. Mit besten Grüssen U. Cristina

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Gunther Seitz
Februar 19, 2020 9:06 am

Guten Tag Frau Cristina,
wir haben eine Immobilie am Gardasee. Für das Jahr 2014 wurden wir nun aufgefordert, die IMU zu bezahlen.
Dieses Schreiben wurde per Einschreiben in Italien am 17.12.2019 verschickt und erreichte unser deutsches Postamt am 27.12.2019.
Da wir selbst zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause waren, haben wir das Einschreiben am 13.01.2020 bei der deutschen Post abgeholt.
Unsere Frage nun, ist für die Verjährung, die Absendung der Zahlungsaufforderung, oder der persönliche Erhalt der Zahlungsaufforderung relevant?
Vielen Dank für Ihre Auskunft!
Herzliche Grüße!
Gunther Seitz

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    Guten Tag Herr Seitz, für die Rechtzeitigkeit der Zustellung per Einschreiben an Sie vor Ablauf der 5-Jahresfrist ist der Zeitpunkt der Kenntnisnahme entscheidend. Das Gesetz kennt die Vermutung, dass das Schreiben, wenn es ein normales internationales Einschreiben ist (kein hellgrüner Umschlag) als zugestellt gilt, wenn es “an der Adresse des Empfängers angekommen ist”, Art. 1335 Zivilgesetz. Als Nachweis dient das Datum auf der Rückkarte des Einschreibens. Trägt diese das Datum 13.01.2020, war die Kenntnisnahme nach dem 31.12.2019 und damit verspätet. Der Nachweis obliegt Ihnen gegenüber der Behörde. Mit besten Grüssen U. Cristina

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Hallo, unsere Mutter und wir vier Geschwister ( Wohnhaft in Deutschland) haben von unserem verstorbenen Vater( vor ca. 15Jahren)eine Erdgeschoß Wohnung ( 2 Zimmer) in Italien geerbt. Kurz nachdem wir das Erbe angenommen haben haben wir uns zerstritten weil ein Geschwisternteil nicht verkaufen wollte und sich stur gestellt hat. Darauf hin haben die anderen Erben ihm mündlich gesagt er kann mit dem Erbe machen was er will wir wollen damit nichts mehr zu tun haben. Darauf hin hat er die ganzen Jahren Steuern , Strom, Wasser bezahlt. Er hat sogar die 2 Zimmer vermitet. Jetzt meldet sich der andere Eigentümer( der Besitzer der oberen Etagen) und möchte das wir uns an die Kosten für das Dach und Außenfassade i(st Renovierungsbedurftig )beteiligen. Meine Frage ist nun müssen wir uns beteiligen an den Kosten und sind wir überhaupt noch mitbesitzer?

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    Guten Tag Herr Bruno, durch Annahme der Erbschaft sind Sie Miteigentümer an der Immobilie geworden. Diese Rechtsposition bleibt bis zu einer Teilung der Immobilie, z.B. durch Verkauf an Dritte oder an einen der Erben, erhalten. Die einfache Erklärung gegenüber einem Miterben, dass man nichts mehr mit dem Objekt zu tun haben will, reicht nicht aus, um sich seinen Pflichten zu entziehen. Sie müssten mit dem jetzigen Nutzer eine Übertragung notariell beurkunden lassen. Im Moment fallen Ihnen alle Unterhalts- und Erhaltungskosten nach Anteil zur Last – aber auch alle Einnahmen aus Vermietung. Mit besten Grüssen U. Cristina

    Antworten

Guten Tag Frau Cristina
Wir beabsichtigen, in Ligurien ein Terreno von 5’000 m2 zu kaufen und ein Häuschen darauf zu erstellen. Im Moment steht ein Rustico von 65 m2 auf dem Gelände. Können Sie mir sagen, ob es eine ‘Ausnutzungsziffer’ o.ä. gibt? Gemäss Inserat sei der Bau einer Villa von 130 m2 oder von 2 kleineren Einheiten mit ‘magazzino sottostante’ erlaubt. Kann diese Zahl stimmen?
Besten Dank für Ihre Antwort, Anna

Antworten

    Guten Tag Frau Canetti, welche Überbauungsmöglichkeiten bestehen, hängt vom konkreten Standort der Immobilie ab und muss deshalb nach dem Flächennutzungsplan der Gemeinde geprüft werden. Dazu sollten Sie einen Techniker vor Ort beauftragen. Eine andere Frage, die Sie klären sollten: wenn Sie Schweizer Staatsbürgerin mit Wohnsitz in der Schweiz sind, unterliegen Sie wegen der Gegenbezüglichkeitsregel in Italien den Erwerbsbeschränkungen des Lex Koller, danach ist grundsätzlich nur der Erwerb von 1000qm Land als zugehörig zu einem Wohngebäude erlaubt. Mit besten Grüssen U. Cristina

    Antworten

Guten Tag, ich habe in Italien ein Grundstück von etwa 1.800 m Q , auf diesem Grundstück befindet sich ein Rustiko.
(wird nicht bewohnt). Bin deutsche Staatsbürgerin, wohnhaft in Deutschland.
Das Rustiko wird Im Kataster als Villetta ausgewiesen ( entspricht A7, was die IMU Berechnung teurer macht).
Als Wert ist der tatsächliche Kaufwert eingetragen und nicht der Kataster-/oder Ertragswert.
Meine Frage; Habe ich bei dieser Vorgehensweise Nachteile ?
Für eine Antwort wäre ich Ihnen dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Rosaria Straßmann

Antworten

    Guten Tag Frau Strassmann, das Gesetzesdekret Nr. 201/2011 (“Salva Italia”) hat alle Eigentümer verpflichtet, ihre landwirtschaftlichen Gebäude (Rustico) zum Kataster anzumelden. Bei dieser Anmeldung vergibt der Antragsteller nach Zustand, Lage und Größe selbst eine Kategorie, die dann durch das Katasteramt geprüft wird. Kategorie A7 bezieht sich auf alleinstehende Häuser mit Garten. Falls Sie Zweifel an der korrekten Einordnung haben, können Sie jederzeit über einen Geometer einen Änderungsantrag einreichen. Die Kategorie beeinflusst den Fiskalwert und damit alle davon abhängenden Zahlungen wie z.B. IMU. Aus Sicht der Eigentümer ist ein geringerer Wert also besser. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten
Monika Avermeyer
November 12, 2019 12:02 pm

Sehr geehrte Frau Cristina,
mit Begeisterung haben wir Ihren Blog gelesen. Jetzt haben wir aktuell ein Objekt in Comacchio gefunden, aber wie das immer so ist, gibt es hier Besonderheiten, die wir so nicht verstehen und die wir weder in Ihrem Blog noch in weiterer Literatur gefunden haben.
1. Wir planen den Erwerb eines renovierungsbedürftigen Hauses. Ist es möglich, weniger als den Katasterwert zu bezahlen und welche Konsequenzen (insbesondere steuerlich) hätte das für uns als Käufer und auch für den Verkäufer? Ist dies besonders im (Vor-)Vertrag aufzunehmen?
2. Bei der Immobilie handelt es sich um ein 2-geschossiges Gebäude (Erdgeschoss, 1. OG und Dach) mitten in einer Altstadt, die eine ungewöhnliche Raumaufteilung beinhaltet. So ist ein Teil des Hauses im 1. Stock nicht Teil der Verkaufsmasse (ca. die Hälfte des Obergeschosses), der Bereich gehört dem Nachbarn. Dahingegen ist das Dach über dem gesamten Haus Teil der zu verkaufenden Immobilie. Der Auszug aus dem Katasterregister bestätigt diese Aufteilung. In welchem italienischen Register oder in welcher Verordnung finden wir die dazu gehörigen Eintragungen über Lasten und Rechte?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Monika und Stefan Avermeyer

Antworten

    Guten Tag Frau Avermeyer, es ist klar, wenn die Fragen zu speziell sind, kann ein Blog diese nicht behandeln, zu diesem Zwecke gibt es die individuelle Beratung durch den Rechtsanwalt. Zu Ihren Fragen 1) der Kaufpreis selbst kann auch unter dem Katasterwert liegen, die Grunderwerbssteuern für Ferienhäuser müssen immer auf den (dann höheren) Katasterwert bezogen werden. 2) Förmliche Belastungen der Immobilie sind im Liegenschaftsregister (registro immobiliare) durch öff. oder beglaubigte Urkunden verzeichnet. Grundsätzlich, wenn es dort keine ausdrückliche Vereinbarung gibt, ist das Dach im Eigentum aller der Einheiten, die sich darunter befinden. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten
Yvonne Müller
Oktober 16, 2019 11:36 am

Liebe Ulrike Cristina
Ich habe vor einem Jahr eine Ferienwohnung in der Toskana gekauft.Ich möchte jetzt noch einen Garten kaufen welcher sich in der Nachbargemeinde befindet.Ich bin Schweizerin darf also nur 1000m2 Land erwerben.Mein Makler sagt ich soll eine S.S. Immobiliare non a usa Commerciale gründen kostet beim Notar Euro 1200.-.
Meine Frage ist das legal und wie sieht das mit der Firmensteuer aus?
Er sagt die Steuer sei klein ,da kein kommerziellen Gebrauch.
Stimmt diese Aussage?
Vielen Dank für ihre Bemühungen mit freundlichen Grüssen yvonne müller

Antworten

    Guten Tag Frau Müller, als Schweizerin ohne Wohnsitz in Italien unterliegen Sie denselben Beschränkungen beim Erwerb von Immobilien, die für Italiener in der Schweiz gelten (Lex Koller). Die Italiener wenden diese Beschränkung grds. einheitlich an (Max. 200 qm Wohnfläche und 1000qm dazugehöriger Grund). Wenn der Erwerber eine ital. Gesellschaft ist, sog. società semplice, vergleichbar mit einer Gesellschaft nach Bürgerlichem Recht, handelt es sich um einen anderen, ital. Rechtsinhaber und Sie haben diese Beschränkung nicht. Die s.s. muss alle Formalien und Vorschriften in Italien erfüllen z.B. Eintrag ins Handelsregister, Steuererklärung ecc. Einzige Gefahr: das Finanzamt könnte ein Umgehungsgeschäft annehmen und dadurch den Vertrag nichtig machen. Dazu sollten Sie einen Notar vor Ort konsultieren. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten
Minutoli Maria
Oktober 13, 2019 9:38 am

Hallo,ich habe Ihnen am 10,10,19 geschrieben. Und habe noch eine Frage . Sie haben mir geschrieben, dass die Gemeinde mir ab 2014 Imu gelten machen kann und nicht ab 2012. Meine Frage, wie mach ich den Einspruch und gibt es ein Paragraph dafür. Liebe Grüße Maria

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    Guten Tag Frau Minutoli, die Verjährung tritt gemäß Art. 2948 n. 4 codice Civile nach 5 Jahren ein. Schreiben Sie die Gemeinde an. Für nähere Einzelheiten senden Sie mir bitte eine Mail. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten
Maria Minutoli
Oktober 10, 2019 1:47 pm

Guten Tag , habe eine Frage, mein Mann und ich habe uns im Jahr 2000 eine Wohnung in Sicilia gekauft. Wir haben heute von der Gemeinde ein Einschreiben bekommen, dass wir ab 2012 bis jetzt IMO bezahlen sollen. Wir wohnen in Deutschland und sind beide Italiener haben aber nichts verstanden was die genau wollen. Wir haben auch bin heute nie was an Schreiben bekommen. Das kann doch nicht sein das wir von 2012 zahlen müssen. Liebe Grüße

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    Guten Tag Frau Minutoli, auch wenn die Gemeinde sich spät meldet, sie kann für die Vergangenheit Forderungen nach Zweitwohnsteuer=IMU geltend machen. Aber die Forderungen dürfen nur 5 Jahre zurückreichen, alles andere ist verjährt. Also heute muss noch IMU von 2014 an gezahlt werden. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten

Guten Tag und Gratulation zu dieser tollen Seite.
ich habe 1985 an der Riviera ein minimalrestauriertes Rustiko gekauft, war aber die letzten ca 10 Jahre selbst nicht mehr dort (nur die Kinder sporadisch). 2-2017 habe ich verkauft mit Hilfe eines Immobilienbüros. Die laufenden Kosten Strom, Wasser, Abfall wurden über ein italienisches Bankkonto abgewickelt. Dieses Konto habe ich danach aufgelöst.
Jetzt haben mir die neuen Besitzer ein Schreiben der Gemeinde nachgeschickt mit Forderung IMU für 4 Jahre, 2012 – 2015 (4x Formblatt F24). Insgesamt 1770,39€. Inzwischen weiss ich was IMU ist.
Dazu meine Fragen:
-wenn ich bezahlen muss, wie kann ich das abwickeln? SEPA Überweisung ist offensichtlich nicht vorgesehen.
-ab welchen Jahr ist die Steuerschuld verjährt?
-werde ich noch Forderungen für 2016 und 2017 bekommen?
-das Anschreiben datiert vom 10.06.2019, es wird mit “pignoramento” gedroht
Bitte raten Sie mir wie ich aus der Sache herauskomme.

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    Guten Morgen, die Fragen zur nachträglichen IMU habe ich z.T. am 13.8. und 19.8. bereits beantwortet. Die IMU vor 2014 ist bereits verjährt. Die Einzahlung der IMU erfolgt grundsätzlich eben über die ital. Bankformulare F 24. Aber die Gemeinden geben auf Nachfrage auch eine IBAN an, wenn Sie kein Konto in Italien mehr haben. Hier ist proaktives Handeln von Vorteil: nehmen Sie Kontakt auf, die Gemeinde ist wahrscheinlich langsam, “vergisst” diese Position jedoch nicht. Für nähere Einzelheiten senden Sie mir bitte eine Mail. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten

Guten Morgen,
wie finde ich in Italien heraus, ob eine Wohnung/Immobilie mit einer Grundschuld/Hypothek belastet ist? Gibt es das Prinzip der Hypothek in Italien überhaupt?

Antworten

    Guten Tag, natürlich gibt es in Italien auch das Prinzip der akzessorischen Sicherung einer Forderung durch Hypothek. Die Form ist anders, da es kein Grundbuch gibt, die Wirkung jedoch vergleichbar. Alle förmlichen Belastungen einer Immobilie finden sich im öff. Liegenschaftsregister (conservatoria dei registri immobiliari), wo Sie aufgrund der Angaben zum Eigentümer eine Auskunft einholen können. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten
      Claudia Amcha
      Februar 8, 2020 10:58 pm

      Guten Abend, wir haben ein Haus in Sardinien das wir gerne vermieten möchten und wollen wissen was wir benötigen LG Claudia

      Antworten

        Guten Tag Frau Amcha, Ihre Frage ist sehr allgemein, denn es kommt darauf an, ob Sie lang- oder kurzfristig vermieten wollen. Reguläre Mietverträge haben z.B. eine Dauer von 4+4 Jahren oder von 18 Monaten und müssen u.a. zum ital. Finanzamt registriert werden, bei Ferienwohnungen kann es Anmeldevorschriften der ital. Gemeinde geben z.B. wegen einer Touristensteuer. Nähere Auskünfte besser als Erstberatung per Mail. Beste Grüsse U. Cristina

        Antworten

Guten Morgen,

Wir wollen in den Marken Residenti beantragen. Meine Schwiegereltern haben dort seit 15 Jahren einen Zweitwohnsitz (eigene Immobilie). Nun ist die Verwirrung groß , weil ein Immobilienkauf mit anschließender Residenti damals eher schwierig war. Meine Frau und ich wollen uns in Zukunft mehr in Italien aufhalten, aber dort nicht arbeiten. Ein KFZ mit italienischen Kennzeichen ist auch vorhanden. Was müssen wir machen, um die Behörden dort zufrieden zu stellen und keine Probleme zu bekommen?

Antworten

    Guten Tag, Sie meinen, dass Sie Ihren Wohnsitz in den Marken nehmen möchten, also als EU-Bürger länger als 3 Monate in Italien bleiben wollen? Im Rahmen der Freizügigkeit der Bürger in der EU, können Sie überall Ihren Wohnsitz einrichten. Das geht in Italien durch Anmeldung bei der entsprechenden Gemeinde, ausfüllen eines Formulars, Nachweis der Wohnung und des Einkommens und wenn Sie nicht in Italien arbeiten, einer priv. Krankenversicherung. Erfüllen Sie alle Voraussetzungen, erhalten Sie einen ital. Personalausweis und der Vertreter der Gemeindepolizei (vigile) wird vorbeikommen und sehen, ob Sie dort wirklich wohnen und erreichbar sind. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten

      Guten Morgen Frau Christina,

      Wir haben vor, im Frühjahr 2020 uns dort einen Roller zu kaufen und evtl. mein altes Auto (hat noch TÜV bis Ende 2020) nach Italien zu bringen und dort anzumelden. Dazu brauchen wir Residenti in Italien, sagen meine Schwiegereltern. Wir würden dann das Auto und den Roller auf uns versichern. Wir halten uns in der Regel eine Woche pro Monat dort auf, manchmal auch zwei. Im Haus sind zwei Wohnungen, die oben nutzen die Schwiegereltern und die unten wir. Meine Schwiegermutter meint, wenn wir Residenti anmelden, brauchen wir von Ihr einen Mietvertrag und Sie muss dann für uns Grundsteuern abführen. Irgendwie scheint alles sehr kompliziert zu sein mit einem Zweitwohnsitz Ihrer Tochter und mir bei den Schwiegereltern. LG Toni

      Antworten

        Ja, “Residenti” meint residenza = Anmeldung des Wohnsitzes. In Italien gibt es keinen 2. Wohnsitz. Wenn Sie umziehen und in Italien gemeldet sind, können Sie dort Ihre Fahrzeuge anmelden und zulassen. Wenn Sie die Wohnung Ihrer Schwiegereltern beziehen, muss dies der Gemeinde mit Mietvertrag o.a. Unterlagen nachgewiesen werden (s.u.). “Grundsteuern” muss man allein beim Erwerb abführen. Wenn Ihre Schwiegereltern eine 2. Wohnung im Eigentum haben, die sie dann nicht mehr selbst bewohnen, muss für diese Zweitwohnsteuer (IMU) abgeführt werden. Eine Ummeldung ist nicht nur ein formaler Akt, er hat immer auch Auswirkungen auf andere Lebensbereiche. Für konkretere Auskünfte kontaktieren Sie mich bitte per Mail. Beste Grüsse U. Cristina

        Antworten

Guten Tag,
wir interressieren uns für eine Wohnung am Gardasee – weiter oben in den Bergen. Leider scheitern wir momentan an weiteren Informationen zum Katasterwert. Die Besitzerin der Wohnung kennt diesen Wert nicht. Wo kann dieser Wert von wem erfragt werden? Vielen Dank-Katharina

Antworten

    Guten Tag Frau Berger, siehe dazu meine Antwort vom 24.9.2019, Sie brauchen einen Katasterauszug der Immobilie. Die Eigentümerin hat diesen Wert zudem auch in ihrer notariellen Erwerbsurkunde vermerkt. Beste Grüsse RA U. Cristina

    Antworten

    Herzlichen Dank für die superschnelle Antwort!

    Antworten

      Nachtrag- die Wohnung befindet sich in einem umgebauten Rustico, das von der Eigentümerin renoviert wurde. Worauf basiert dann der Katasterwert? Der Wert in ihrer Erwerbsurkunde bezieht sich dann ja eher auf den damaligen Wert, oder?

      Antworten

        Hallo Frau Berger, ja das ist korrekt, der in der Erwerbsurkunde angegebene Wert bezieht sich auf den Zustand beim Kauf. Wenn alles korrekt abgelaufen ist, wurden ev. Änderungen z.B. bzgl. Zimmeraufteilung nach dem Umbau des Rustico an das Kataster gemeldet und der Grundriss und damit der ev. geänderte Wert angepasst. Leider wird diese Pflicht auch vernachlässigt… Holen Sie einen Katasterauszug (visura) ein und lassen Sie sich die Grundrisse (schede catastali) durch den Verkäufer besorgen. Das kann durch Beauftragung eines Geometers erledigt werden. Für konkretere Auskünfte kontaktieren Sie mich per Mail, danke. uc

        Antworten
Asta salvatore
Oktober 3, 2019 7:31 pm

Hallo FChristine habe paar frag an sie ,ich lebe in deuschland und besitze einem kleine ferienwohnung ca 50 quadratmeter ,und will einem altestadthaus von meine homa,so besitz ich dann 2 wohnung wie hoch ist die steuer was ist zahle musste fu die wohnung?

Antworten

    Sehr geehrter Herr Asta, wenn Sie in den Wohnungen in Italien nicht gemeldet sind, da Sie in Deutschland wohnen, zahlen Sie für beide Zweitwohnsteuer (IMU). Die Steuer wird an die Gemeinde gezahlt, in der sich die Wohnung befindet. Die Höhe hängt einerseits vom Katasterwert (valore catastale) der Wohnung und andererseits von dem Beschluss der Gemeinde über die Höhe der Steuer ab. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten

Sehr geehrte Frau Cristina,

Ich lebe In Luxemburg und bin auch Luxemburger. Ich habe eine Wohnung in der Toskana die ich jetzt vermieten will. Muss ich auf den Mieteinnahmen in Italien Steuern zahlen? (ausser IMU usw). Die Immobilienagentur hat mir einen Kontrakt “cedolare secca” vorgeschlagen. Ich würde dann nur 21 % Steuern zahlen. Eine andere Frage ist auch ob der Mieter Vorteile von einem “cedolare secca” hat. Vielen Dank für Ihr Bemühen, Gilles

Antworten

    Guten Tag Frau Wagner, grundsätzlich muss man den Gewinn aus Mieteinnahmen am Ort seiner Einkommensteuererklärung angeben, das wäre also in Luxemburg. Das ital. System der quartalsweisen Vorsteuer (cedola secca) gibt Vorteile nach ital. Steuerrecht – also dann, wenn Sie eine Steuererklärung (IRPEF) in Italien abgeben. Längere Mietverträge (bis 18 Monate oder 4+4 Jahre), wenn ordnungsgemäß geschlossen, müssen zum ital. Finanzamt gemeldet werden, so dass die Einnahme zu Ihrer Codice Fiscale erfasst ist. Für nicht gewerbliche Ferienvermietungen gilt das aber nicht. Für Einzelheiten sollten Sie sich an einen Steuerberater wenden. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten
Luisa b. bussfeld
September 22, 2019 8:28 pm

Cara Signora Christina!
zunächst herzlichen Dank, dass Sie dieses Dialogforum anbieten. Meine Frage: aus Altersgründen möchte ich mein Ferienhaus auf Sardinien, das wir stets als Nichtresidente selbst genutzt haben, verkaufen. Bitte helfen Sie mir, die wiedersprüchlichen Informationen zu klären, ob Steuern für mich auf den Veräusserungsgewinn nach 35 Jahren Besitz entstehen, und wie sich dieser Gewinn berechnet.
Über Ihre Auskunft würde ich mich freuen.
Herzlichen Dank
Luisa

Antworten

    Guten Tag Frau Bussfeld, nur wenn Sie eine Immobilie innerhalb von 5 Jahren nach deren Erwerb wieder veräussern, wird der Gewinn versteuert. Die sog. Plusvalenza trägt dann der Veräußerer in Höhe von 20% der Gewinnsumme. Diese Frist ist bei Ihnen längst abgelaufen. Mit besten Grüssen U. Cristina

    Antworten

Hallo ich hab eine Frage
Bei dem Erwerb einer immobilie in Italien muss der kaufbetrag auf ein Notarielles Konto von einem italienisches Konto überwiesen werden ?

Antworten

    Guten Tag Herr Mayr, die Einzahlung des Kaufpreises auf ein ital. Notaranderkonto sog. conto dedicato, kann von jedem beliebigen Konto erfolgen. Wichtig ist, dass der Sender eindeutig identifizierbar ist und mit dem Käufer/ Zahlungsverpflichteten übereinstimmt (Vorgabe des Gesetzes zur Bekämpfung der Geldwäsche). Mit besten Grüssen U. Cristina

    Antworten
    Kahn Gabriele
    Februar 1, 2021 1:36 pm

    Hallo Fr. Christina. Ich beabsichtige mir ein kleines Häuschen für max. 40000 Euro in Sizilien zu kaufen. Ich werde dort nicht arbeiten. Vielleicht ab und zu das extra Zimner günstig vermieten. Ich habe einen Betra aus einer Abfindung bekommen. Wie ist das?ganze denn zu handhaben. Muss ich Steuern zahlen? Wie macht man so etwas am geschicktesten? Würd mich über ein paar Tips und Infos freuen. Lg Gabi Kahn

    Antworten

      Guten Tag Frau Kahn, aus dem Artikel und den bereits mehr als 100 Kommentaren ergeben sich schon eine Reihe von allg. Hinweisen zum Erwerb einer Immobilie in Italien, so z.B. dass beim Erwerb Grundsteuer anfällt und bei einem Ferienhaus auch eine jährliche Zweitwohnsteuer (IMU), ev. je nach Steuerwert eine Einkommensteuer (unabhängig von Ihrer berufl. Tätigkeit). Für konkretere Angaben, bedarf es einer individuellen Beratung je nach Immobilie. Mit besten Grüssen U. Cristina

      Antworten
Sabrina Nett-Seccia
September 19, 2019 8:19 am

Mein Vater ist ursprünglich Italiener, schon seit 15Jahren pensioniert und hat ein Haus in Italien. Nun muss ich für ihn Ergänzungsleistungen beantragen und habe selber aber keine Ahnung vom Haus (Wert etc.) 1. Wo bekomme ich alle Unterlagen?
2. Muss er dort Steuern bezahlen oder nicht?

LG

Antworten

    Guten Tag Frau Nett-Seccia, ich nehme an, Ihr Vater wohnt in der Schweiz, da er “Ergänzungsleistungen” benötigt? 1) Sie brauchen einen aktuellen Katasterauszug (visura catastale), der persönlich beim ital. Katasteramt vor Ort oder über einen Techniker (Geometra) bestellt werden kann. Mit dem Auszug haben Sie dann den Fiskalwert der Immobilie, der für alle Steuerzahlungen in Italien als Referenzwert gilt. Dies kann auch dem Sozialamt als Referenzwert dienen. Wenn ein Marktwert der Immobilie erforderlich sein sollte, müssten Sie dagegen einen Gutachter vor Ort beauftragen. 2) Wenn Ihr Vater Immobilieneigentum in Italien hat und dort nicht gemeldet ist, muss er die kommunale Zweitwohnsteuer (IMU) zahlen. Mit besten Grüssen U. Cristina

    Antworten

Guten Tag Frau Cristina,
Ich bin Italiener, Ich habe Deutschland (Bayern) wohnsitze und bin bei AIRE registriert.
Ich bin Eigentümer einer in Italien gemieteten Immobilie, für die ich in Italien regelmäßig Steuern zahle.
Ich habe mich gefragt, ob ich in der Phase der Steuererklärung in Deutschland irgendwie auch das Einkommen der italienischen Immobilie angeben und zusätzliche Steuern zahlen muss

danke
Dario

Antworten

    Guten Tag Herr Devoto, ich nehme an, Sie meinten, dass Sie Eigentümer einer in Italien gelegenen Eigentumswohnung sind (proprietario di un immobile sito in Italia che viene affittato a terzi). Für die Immobilie zahlen Sie Zweitwohnungssteuern (IMU) an die ital. Gemeinde, wenn sie Ihren ersten Wohnsitz in Bayern haben und ev. Einkommenssteuern (IRPEF) allein für das Eigentum an sich, wenn der Freibetrag nach Katasterwert überschritten wird. Etwas anderes ist es, wenn Sie mit der Wohnung zusätzlich noch Gewinn durch Vermietungen machen: Gewinne sind grundsätzlich am Wohnsitz zu versteuern. Ich rate dazu, einen deutschen Steuerberater zu fragen. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten

Gentile Signora Ulrike Cristina,
ich hätte ein Anliegen. Anfang August haben wir (mein Vater und ich) von unserem Comune aus Italien, vier Brief wegen der IMU von 2014+2015 erhalten das wir nun 60 Tage Zeit haben diese Summen zubegleichen.
Mein Vater ist seit 2013 in Rente, die Wohnung wurde Anfang 2018 verkauft. Die Kosten aus dem Brief sind auf 75% auf meinem Vater aufgeteilt und 25% ich.

Zusätzlich steht in meinem Brief das ich mit einem Anteil von 25% an dem Haus meiner Oma beteiligt bin, 2014 und 2015.

Nun meine Frage, muss mein Vater als Rentner diese Summe ausgleichen? Die Wohnung war nur für den Eigenbedarf und wurde nicht vermietet.
Sprich wieso hat es so lange gedauert das die Rechnung von 2014-2015 jetzt erst kommen, und könnte es sein das in den nächsten Jahren noch etwas kommt?

Was passiert mit mir? Muss ich das ganze auch zahlen? Beide italienische Staatsbürger, aber Wohnhaft in Deutschland.

Würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen

Vielen Dank und beste Grüße

Antworten

    Buongiorno Matteo, die Gemeinde hat bei der IMU=Zweitwohnsteuer ein Rückgriffsrecht von fünf Jahren. Normalerweise kontrollieren die Gemeindebüros deshalb im Sommer die offenen Positionen, die am Ende des Jahres zu verjähren drohen. Natürlich ist es wahrscheinlich, dass auch die Bescheide bis zum Verkauf 2018 noch nachkommen, je nachdem, wann diese Jahre kontrolliert werden. Die Gemeinden entnehmen ihre Informationen über die Verpflichteten dem Katasteramt. Hier sind Sie und Ihr Vater für die Immobilien mit den Quoten bis zu einem Verkauf eingetragen. Die Zweitwohnsteuer schuldet jeder, der Eigentümer ist, dort aber nicht seinen Wohnsitz hat, egal, ob er Rentner ist und ob die Wohnung vermietet wird. Sie sind für Ihre Quote zur Zahlung verpflichtet, solange Sie als Miteigentümer in Italien verzeichnet sind, auch wenn Sie in Deutschland wohnen. Mit besten Grüssen U. Cristina

    Antworten
Giovanni Alaimo
August 16, 2019 8:10 am

Guten Tag Herr Fikowski,
folgende Frage,
mein Vater ist vor 3 Jahren verstorben. Wir sind fünf Kinder und meine Mamma. Hinterlassen wurden 2 Wohnungen, ein Reihenhaus und ein Landhaus incl. Grundstück.
2 Kinder haben bereits ihr Erbe bekommen und zwar das Haus mit den 2 Wohnungen. Das eine Reihenhaus ist bereits an das 3. Kind gegangen.
Das Haus auf dem Land wird zwischen mir und meinem Bruder aufgeteilt.
Auf diesem Landhaus fallen jetzt komunalen Steuern an. Diese müssten für die letzten drei Jahren bezahlt werden.
Wäre es richtig wenn ich noch nichts besitze komunale Steuer zu bezahlen? Eigentlich erst nach notarieller Erbumschreibung auf meinem Namen oder?

mfg

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    Guten Tag Herr Alaimo (ich antworte, obwohl ich nicht weiß, wer “Herr Fikowski” ist, ich nehme an ein Versehen?) Ich gehe nach Ihren Informationen davon aus, dass Sie vor drei Jahren eine Erbfolgeerklärung (dichiarazione di successione) abgegeben haben. Danach nehmen alle Erben stillschweigend ihre Anteile an der gesamten Erbschaft an. Die genannten Aufteilungen (divisione) dagegen erfordern insbesondere bei Immobilien eine notarielle Beurkundung, in der gleichzeitig auch die Erbschaftsannahme vermerkt wird. Auch wenn Sie und Ihre Familie die erwähnten Aufteilungen noch nicht notariell durchgeführt haben, haften die Erben gegenüber der Gemeinde für ihren Anteil bei den Steuern und Abgaben IMU, TARI und TASI unmittelbar und im direkten Anschluss an den Erblasser. Hier spielt der Zeitpunkt der not. Teilung keine Rolle. Sollte die notarielle Teilung fehlen, haften allerdings alle Erben nach ihren Anteilen, nicht nur Sie und Ihr Bruder. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten

Guten Morgen,
mein Mann und ich (beide noch berufstätig) wollen uns ein Ferienhaus in der Toskana kaufen. Letzte Woche flogen wir dafür extra für zwei Tage nach Italien, um diverse Häuser anzuschauen. Wir sind, wie ich meine, an eine seriöse Maklerin geraten, die sich spezialisiert hat auf ausländische Kunden. Wir sind tatsächlich auch fündig geworden und haben unser ‘Traumhaus’ gefunden. Da ich aber nicht völlig naiv in eine immense Kostenfalle treten möchte, möchte ich mich vorab umfassend darüber informieren, welche Kosten auf uns zukommen werden.
Wir haben von der Maklerin eine Aufstellung bekommen, welche zusätzliche Kosten uns erwarten:
Der Kaufpreis ist 220.000 €
Registration tax: 4.100 €
Notary fees: 2.500 €
Commission: 5% +(VAT 22%)
Annual costs:
IMU: 550 €
Rubbish disposal tax: 200€

Müssen wir nicht auch TASI zahlen? Was ist das überhaupt?
Was ist mit Mehrwertsteuer auf den Kaufpreis? Von der war überhaupt keine Rede?

Im voraus vielen Dank für eine Antwort.

Antworten

    Guten Tag Frau Magura, ohne die Einzelheiten genauer zu kennen, ist eine Bewertung des Einzelfalles leider nicht möglich. Grundsätzlich kann man sich von dem Notarbüro, das die Beurkundung des Verkaufs vornimmt (nicht von dem Makler), eine seröse Kostenschätzung vorlegen lassen. Eine Maklerprovision von 5% liegt sicher im oberen Bereich. TASI ist eine Servicesteuer, die die Gemeinden zusammen mit der Müllgebühr abrechnen. Mehrwertsteuer wird auf den Kaufpreis nur berechnet, wenn Sie die Immobilie von einer Baufirma erwerben, bei einem privaten Verkäufer fällt für Sie dafür Erwerbssteuer auf den Katasterwert (s. dazu meine u.g. Antwort) an. Für eine “umfassende Information” kann ich Ihnen eine Beratung anbieten, wenn Sie mir mailen. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten

Guten Tag,
mein Vater (Italiener) ist 2014 verstorben. Nun hat er ein Haus in Italien gehabt. (dieses hatten wir wortwörtlich vergessen). Nun 2019 kam die erste Rechnung Tasi/IMU zu meiner Mutter (Deutsche) nach Deutschland. Als Empfänger stehen nun die Erben (gesetzl. drinnen). In Deutschland haben wir das Erbe bereits alles erledigt. Das Haus hatten wir aber wie bereits gesagt vergessen. Nun habe ich drei Fragen:
1. Müssen wir uns nun hier wieder an einen Notar wenden oder direkt in Italien?
2. Kann es sein das mein Vater nie eine Steuer vor 2014 bezahlt hat. Dies habe ich nämlich in keinen Unterlagen gefunden.
3. Ich dachte mal gelesen zu haben, wenn man Eigentum in Deutschland besitzt wäre man von der IMU befreit.

Vielen Dank

Antworten

    Guten Tag Frau Löhr, zu 1) für die überraschende Hauserbschaft in Italien muss als erstes die steuerliche Erbfolgeerklärung (dichiarazione di successione) nachgeholt werden. Das machen normalerweise Techniker vor Ort (z.B. Geometer). Einen Notar benötigen Sie ebenfalls nur in Italien, wenn Sie die Erbschaft ausdrücklich annehmen möchten. zu 2) Es kann gut sein, dass Ihr Vater schon länger keine Steuern und Abgaben mehr gezahlt hatte, aber die Forderungen verjähren in fünf Jahren, so dass die Gemeinde im Jahr 2019 nur noch bis 2014 zurückgehen kann. 3) Von der IMU=Zweitwohnsteuer ist man nur befreit, wenn man seinen Wohnsitz an der entsprechenden ital. Adresse hat. Für weitere Einzelheiten, schreiben Sie mir gern eine Mail. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten

hallo wir haben eine Ferienhaus in Apulien die wir 3 monate im Jahr nutzen …wie sieht es mit den Müllgebühren aus

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    Hallo Frau Serinelli, Müllgebühren werden durch die einzelnen Gemeinden im Rahmen des nationalen Gesetzes von 2013 festgesetzt, sog. TARI. Diese beziehen sich auf die im Kataster gemeldete Oberfläche der Wohnung und die Anzahl der dort mit Wohnsitz gemeldeten Personen. Bei Ferienwohnungen bilden die Gemeinden grundsätzlich einen besonderen Tarif, der jedoch nicht von der Dauer der Nutzung, sondern von der Größe der Wohnung abhängt. Sie sollten sich in der Gemeinde direkt erkundigen. Einige Gemeinden versenden dazu inzwischen auch entsprechende Bescheide. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten

Hallo mein MAnn möchte am gardasee eine Wohnung kaufen Termin beim Notar steht schon. Ihm wurde gesagt da wir verheiratet sind muss ich mit unterschreiben da wir in zugewinngemeinschaft leben. Männer meine Frage: reicht hier eine Heiratsurkunde die das bestätigt oder brauche ich etwas anderes

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    Guten Tag Frau Hefele, warum der ital. Notar diese Anfrage stellt, kann verschiedene Gründe haben. Grundsätzlich gehen die ital. Notare vom Standardfall aus: wenn Eheleute eine Immobilie erwerben, dann machen sie dies gemeinsam. Das ist in Italien nach dem dortigen gesetzlichen Güterstand der Gütergemeinschaft der Normalfall. Wenn nur einer der Ehegatten erwirbt, bedarf es also der Zustimmung/effektiven Kenntnisnahme durch den anderen. Dies wird am besten durch eine Unterschrift des Ehegatten unter die Erwerbsurkunde dokumentiert. Nach deutschem Güterstandsrecht der Zugewinngemeinschaft kann jeder Gatte grundsätzlich allein für sich Geschäfte vornehmen. Die Zustimmung des anderen Ehegatten ist nur dann erforderlich, wenn der andere über sein ganzes Vermögen verfügt (§1365 BGB). Entweder folgt also der ital. Notar der Standardauslegung oder er will ausschließen, dass Ihr Mann über sein gesamtes Vermögen ohne Ihr Wissen verfügt. In beiden Fällen ist zur Absicherung Ihre Unterschrift auf der Kaufurkunde erforderlich. Dazu müssen Sie persönlich bei der Beurkundung anwesend sein, dem Notar sind Ihr Personalausweis und die ital. Steuernummer (codice fiscale) vorzulegen. Die Heiratsurkunde braucht er dagegen nicht. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten

Guten Tag, ich bin Doppelbürger Schweizer und Italiener. Lebe und arbeite ich in der Schweiz. Für die Pensionierung bin ich am überlegen am Lago Maggiore Eigentum zu kaufen. Entweder auf der italienischen oder Schweizer Seite. Da die Lebensunterhaltskosten in Italien günstiger sind tendiere ich in Italien und was zu kaufen. Wie sieht’s aber Steuertechnisch aus? Lohnt es sich auf der italienischen Seite was zu kaufen und dort als Renter zu wohnen? Ich hab da mal gelesen dass die Einkommensteuer bei einem Einkommen von über 75000.- bei 45% liegt! Das wäre ja viel mehr als in der Schweiz! Was denken Sie? Freundliche Grüsse

Antworten

    Guten Tag Herr Laratta, als Doppelbürger unterliegen Sie in Italien keiner Kaufbeschränkung nach dem Lex Koller und dem Gegenbezüglichkeitsprinzip. Sie können also frei jede Immobilie erwerben. Ob dies für Sie steuerlich vorteilhaft ist, müssten sie jedoch durch einen italienischen Steuerberater prüfen lassen, das ist eine komplexe Materie. Richtig ist, dass der aktuelle Spritzensteuersatz bei 45% liegt. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten

Hallo,
Danke für die prompte Antwort.
Noch eine Frage:
Beim Kauf von Privat und Zweitwohnsitz habe ich folgende verschieden Steuern gelesen.
Jeweils wie bereits angemerkt auf den Katasterwert:
Registersteuer 9% + Hypothekarsteuer 50€ + Katastersteuer 50€
Oder
Registersteuer 7% + Hypothekarsteuer 2% + Katastersteuer 1%

Kann mir hier nochmal geholfen werden?
Danke Lg uli

Antworten

    Bei Erwerb von Privatperson: Registersteuer 9% und je € 50 Hypotheken- und Katastergebühren. Dazu kommt natürlich noch das Honorar des Notars. Am besten, Sie lassen sich einen Kostenvoranschlag vorlegen. uc

    Antworten

Hallo,
Ich will ein Haus am Gardasee kaufen für 700.000€.
Ich habe jetzt verschiedene Varianten gelesen an was die Steuen ( Registersteuer etc.) festgemacht wird.
Am Katasterwert oder am Kaufpreis?
Was ist richtig?

Antworten

    Hallo Herr Dahmen, es kommt darauf an: wenn Sie von einem Privaten eine Immobilie erwerben, können Sie wählen, ob Sie die Grunderwerbsteuer auf den Kaufpreis oder auf den sog. Katasterwert beziehen. Das wird in die not. Erwerbsurkunde aufgenommen. Letzterer Wert ist als fiskalischer Einheitswert in der Regel deutlich niedriger, so dass auch die entsprechende Erwerbsteuer für Zweitwohnungen (3%+6%) niedriger ausfällt. Anders ist es bei Erwerb vom Bauherrn, hier muss Umsatzsteuer auf den Kaufpreis abgeführt werden, folglich gibt es keine Wahl. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten
Dieter Meyer
Juni 12, 2019 9:01 pm

Hallo,
ich habe eine Frage zu der IMU und der TASI. Ich besitze eine Ferienwohnung in Italien. Allerdings bin ich deutscher Staatsbürger und habe keine italienische Staatsbürgerschaft. Für die Ferienwohnung führt der Verwalter jährlich 2 * 192 € IMU und 1 * 90 € TASI ab. Nun habe ich auch noch eine Garage erworben, für die der Verwalter nochmals 2 * 52 € IMU pro Jahr abführen will.

Allerdings bin ich im Internet auf verschiedene Regelungen gestoßen:

– Bezüglich IMU und TASI: „Bürger mit Wohnsitz außerhalb Italiens müssen ebenfalls IMU und TASI entrichten. Ausgenommen ist, wer im Wohnsitzland eine Rente bezieht und wessen in Italien gelegene Immobilie nicht vermietet oder zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung gestellt wird“ (https://www.idealista.it/de/news/recht-italien/2018/11/26/2315-imu-und-tasi-2018-fristen-gebuehren-und-berechnungsgrundlagen, Abschnitt „IMU und TASI bei Wohnsitz im Ausland“)

– Bezüglich IMU: „Immobilien, welche Kindern, Eltern oder dem rechtlich geschiedenen Ehepartner überlassen werden, unterliegen dem halben Steuersatz.“ (https://www.immobilie-gardasee.de/wissenswertes/steuern-in-italien/gemeindesteuer/grundsteuer-imu/, Abschnitt „Alle anderen Immobilien“)

– Bezüglich TASI: „Für Eigentümer, die ihren Kindern eine Wohnung kostenlos zur Verfügung stellen, ist eine Ermäßigung der Steuerbemessungsgrundlage um 50% vorgesehen, solange bestimmte Bedingungen erfüllt werden.“ (https://www.idealista.it/de/news/recht-italien/2018/11/26/2315-imu-und-tasi-2018-fristen-gebuehren-und-berechnungsgrundlagen, Abschnitt „TASI bei freier Nutzung von Immobilien“)

Der Verwalter meinte nun, dass alle drei Regelungen nur für italienische Staatsbürger mit Wohnsitz in Italien gelten. Allerdings sind die Regelungen auf mehreren Portalen mit deutschen Texten zu finden. Ich fände es sehr seltsam, wenn die Regelungen für deutsche Staatsbürger mit Ferienimmobilie in Italien gar nicht relevant wären. Stimmt die Aussage des Verwalters oder gelten alle drei Regelungen auch für deutsche Staatsbürger mit Wohnsitz in Deutschland.

Zusätzlich habe ich auf dieser Seite gesehen, dass es anscheinend einen Freibetrag von 500 € gibt. Wenn ich es richtig verstanden habe, müssen weder IMU noch TASI gezahlt werden, sofern die Summe der Rendita aller Gebäude 500 € nicht überschreitet. Der Katasterauszug für die Wohnung liegt mir zwar noch nicht vor. Ich vermute, dass die Summe der Rendita für Wohnung und Garage unter 500 € liegt, und dann wäre ich ja im Prinzip auch durch diese Regelung von der Steuer befreit. Auch hier habe ich die Frage, ob diese Regelung auch für deutsche Staatsbürger mit Wohnsitz in Deutschland gilt und, ob ich die Regelung richtig verstanden habe.

Schon einmal vielen Dank! Und natürlich auch von mir ein großes Lob für dieses großartige Web-Angebot.

Viele Grüße,
Dieter Meyer

Antworten

    Hallo Herr Meyer,
    ja, viele Abgaben sind für Anwohner mit erstem Wohnsitz tatsächlich wesentlich geringer.
    Für weitergehende/genauere Infos müssten wir warten, bis Frau Cristina wieder aus dem Urlaub da ist. Vielleicht möchten Sie sie auch für eine Beratung hier kontaktieren: http://ra-cristina.de/kontakt/ Ende Juni ist sie wieder am Start.
    Viele Grüße,
    Kim Kruse

    Antworten
      Dieter Meyer
      Juni 24, 2019 6:44 pm

      Hallo,
      mittlerweile hat sich der Fall erledigt, da ich ihn mit den Beteiligten klären konnte.
      Ich möchte das erlangte Wissen aber nun noch einmal auf dieser Seite teilen, falls jemand ein ähnliches Problem hat.

      Die Regelungen scheinen in diesem Fall alle nicht anwendbar zu sein, da sie nur für italienische Staatsbürger bzw. für Bürger mit Erstwohnsitz in Italien gelten. Der Freibetrag, von dem auf dieser Seite die Rede ist, bezieht sich nur auf die IRPEF, nicht aber auf die IMU.

      Viele Grüße,
      Dieter Meyer

      Antworten

        Da würde ja gegen Eu Richtlinien verstoßen. Grundsätzlich ist jeder Eu Bürger gleich zu behandeln. Eine Klage wäre möglich.

        Antworten
    Ulrike Cristina
    Juni 25, 2019 8:09 am

    Guten Tag Herr Meyer, grundsätzlich gelten staatliche Vergünstigungen – und um diese handelt es sich bei der Kürzung der IMU, TASI ecc. – für die Steuerpflichtigen des jeweiligen Landes. Der ital. Fiskus möchte z.B. Familien begünstigen, die ihr Eigentum den Kindern unentgeltlich zur Verfügung stellen (sog. comodato d’uso). Von diesen Vorteilen können natürlich auch ausländische Staatsbürger profitieren, die in Italien gemeldet sind und ihre allgemeine Steuerpflichten (Einkommensteuererklärung IRPEF) dort erfüllen. Ferienimmobilien werden in Italien dagegen steuerlich nicht gefördert, denn wer sich eine zweite Wohnung leisten kann, hat ja genug Geld und ist nicht förderwürdig. In Ihrem Falle hat der Verwalter das korrekt dargestellt.
    Ja, der Freibetrag ist auf die ital. Einkommensteuererklärung IRPEF bezogen, hier ist der Empfänger die ital. Finanzbehörde. IMU und TARI sind kommunale Abgaben, die den Gemeinden direkt zur Verfügung stehen. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten
karin bonmassar
Juni 11, 2019 11:51 am

Sehr geehrtes Team,
ich habe eine Ferien Wohnung in Italien und lebe in Österreich.
Die Wohnung hat ca. 65 m² und ich muss jährlich 1100 Euro Imu zahlen – das erscheint mir extrem hoch`?
Wie sehen sie das?
Lg karin b.

Antworten

    Guten Tag Frau Bonmassar, die IMU bemisst sich nach dem Katasterwertquotienten Ihrer Wohnung und der hängt nicht allein von der Größe ab, sondern auch von der Kategorie, zu der die Wohnung gehört, z.B. einfache oder besondere Ausstattung. Wenn Sie die Daten überprüfen lassen wollen, wenden Sie sich am besten an einen Techniker (geometra). Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten
Sofía Hagen Gudamus
Juni 3, 2019 6:06 am

Guten Tag,
Ich hätte eine Frage: Wenn ich eine Wohnung in Italien um ca 80000 erwerben und als 2.wohnsitz nutze, wieviel einmalige Kosten für Steuern und laufende Steuern erwarten mich dann. Auch eine ungefähre Grösse würde mir helfen. Vielen Dank. Ich bin Österreich. Staatsbürgerin. Vielen Dank! MfG

Antworten
    Ulrike Cristina
    Juni 3, 2019 6:39 am

    Guten Tag Frau Hagen Gudamus, die Kosten für den Erwerb einer privaten Ferienimmobilie von einem Privatverkäufer berechnen sich nach dem sog. Katasterwert, ein steuerlicher Einheitswert, der für jede ital. Immobilie festgesetzt ist. Neben 9% Grunderwerbsteuern werden Gebühren und Notarhonorar fällig. Am besten Sie lassen sich von dem beurkundenden Notar einen Kostenvoranschlag machen, dann wissen Sie konkret Bescheid. Beste Grüsse U.Cristina

    Antworten

Guten Tag,
wir haben im Dezember ein Haus in Sardinien als Ferienwohnung gekauft. Vertrag fertig, die Schwierigkeiten tauchen auf beim Anmelden von Strom und Wasser. Kann es sein, dass man ohne italienische Telefonnummer und italienisches Bankkonto keine Anmeldung machen kann? So ergeht es uns bisher, und die Vorbesitzerin muss für ihr neues Haus die Zweitwohnungspreise zahlen.
Wenn es dafür eine Lösung für sofort gibt (im April fahren wir wieder hin), wäre ich sehr froh. Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Mühe und herzliche Grüße aus Berlin, Lilli Höch-Corona
PS: Mein Mann ist Sarde, aber seit über 40 Jahren in Deutschland

Antworten

    Hallo Frau Höch-Corona, welche Voraussetzungen man bei der Übernahme von bestehenden Versorgerverträgen oder beim Neuabschluss mitbringen muss, bestimmen die Versorgerunternehmen selbst. Man kann die Ummeldung bei den meisten Anbietern auch in Italien online, per Telefon über Servicehotline oder über ein Servicebüro vor Ort veranlassen. Man braucht dafür die letzte Rechnung und den Zählerstand der Übernahme, Codice fiscale und für die Rechnungszusendung per Post grundsätzlich eine Adresse in Italien. Alternativ gibt es Verträge mit Online-Postfach. Sicher gibt es Anbieter, die nur mit Einzugsermächtigungen einen Vertrag abschliessen wollen und dafür braucht es ein ital. Konto. Eine Ermächtigung zu Lasten eines ausländischen Kontos wird nicht akzeptiert. Für Zweitwohnungen sind die Anforderungen häufig enger als für in Italien gemeldete Personen. Da es für Ausländer immer ein größerer Aufwand ist, übernehmen häufig auch die Immobilienagenturen, die den Kauf vermittelt haben, diesen Service. Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten

Guten Tag Herr Kortazar, der von Ihnen genannte Mindeststeuerwert bezieht sich allein auf Gewinne aus Grundstücken (terreni), dafür ist die Grenze €185,92, für Gebäude (fabbricati) liegt er bei € 500,00. Zum ganzen: https://www.guidafisco.it/irpef-scaglioni-reddito-aliquote-calcolo-esenzione-1565
Beste Grüsse U. Cristina

Antworten
Oier Kortazar
Februar 14, 2019 3:28 pm

Guten Tag,

Ich hätte eine Frage bezüglich auf der Aussage: “wenn der Betrag für alle erworbenen Immobilien unter € 500,00 liegt, ist man von der Steuererklärung befreit”.

Ich habe woanders gelesen, dass dieser Betrag 185€ ist.

Stimmt die 185€ oder die 500€?

Danke im Voraus.

Viele Grüsse,

Oier Kortazar

Antworten

    Guten Tag Herr Kortazar, der Grenzwert von €185,92 gilt für Gewinne aus (unbebauten) Grundstücken (terreni), der Grenzwert von € 500,00 dagegen für Gebäude (fabbricati).
    Beste Grüsse U. Cristina

    Antworten

Guten Tag,
erst einmal Kompliment für diese tolle Seite und Ihr Angebot. Ich bin eine italienische Gastarbeitertochter, habe immer in Deutschland gelebt, habe nur den italienischen Pass, möchte jetzt aber die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen. Nach dem Tod meines Vaters wurde eine Eigentumswohnung in Italien notariell auf mich überschrieben, in der meine Mutter lebt und die ich nach ihrem Tod erben werde. Ich habe mir nie Gedanken um Steuern usw. gemacht, weil ich dachte, meine Mutter würde sich darum kümmern. Hat sie aber nicht richtig. Woran muss ich alles denken, was muss ich machen. Ändert sich etwas durch die Staatsbürgerschaft? Ich freue mich über Ihre Unterstützung, besten Dank und Grüße

Antworten
    Ulrike Cristina
    Dezember 7, 2018 11:46 am

    Buongiorno Maria, entweder sind Sie schon Eigentümerin (“auf mich überschrieben”) oder Sie erben die Wohnung erst nach dem Tod Ihrer Mutter. Haben Sie bisher den Anteil Ihres Vaters geerbt und wurde dafür eine Erbfolgeerklärung in Italien gemacht (successione), dann sind Sie jetzt Miteigentümerin und für diesen Anteil auch steuerrechtlich verantwortlich – egal, welche Staatsangehörigkeit Sie haben. Ob Sie Steuern zahlen müssen (z.B. IMU oder IRPEF), hängt vom 1. Wohnsitz und Fiskalwert der Wohnung(-Anteil) ab.

    Antworten

Guten Tag, ganz lieben Dank für die Info.Wie hoch ist die Mindestgrenze? Hab meinen Wohnsitz im Piemont.
Lg, Brigitte

Antworten

Guten Tag,habe im Jahr 2017 ein Haus im Piemont gekauft. Ich bin hierher gezogen und lebe auch das ganze Jahr über hier. Bin Pensionistin aus Österreich und falle daher dem italienischen Staat daher in keiner Weise zur Last. Muss ich nun trotzdem hier Steuern zahlen?
Gruss, Brigitte

Antworten

    Guten Tag Brigitte, leider ist es für den Fiskus nicht entscheidend, dass Sie sich in Italien allein versorgen können. Wenn Sie Immobilieneigentum in Italien haben, können Sie trotzdem steuerpflichtig sein: Immobiliensteuern muss der Eigentümer in Italien zahlen, der hier eine Zweitwohnung hat (IMU), also wenn Sie Ihren Wohnsitz nicht im Piemont, sondern in Österreich beibehalten haben, obwohl Sie das ganze Jahr in Italien wohnen. Hier kommt es also darauf an, ob Sie sich bei der Gemeinde umgemeldet haben. Einkommensteuer auf den Immobilienwert (IRPEF) wird zudem unabhängig von dem jeweiligen Wohnsitz fällig, wenn der Fiskalwert der Immobilie (Katasterwert) über der Mindestgrenze liegt.

    Antworten

      Hallo,
      ich habe eine Frage und zwar besitzt mein Vater, als ital. Staatsbuerger ein Haus auf Sizilien. Zusätzlich hat er zusammen mit seinen Geschwistern einen kleinen Mitanteil seines verstorbenen Vaters an einer weiteren Immobilie geerbt. In Deutschland besitzt er gemeinsam mit meiner Mutter ein noch nicht aber bald abbezahltes Haus.

      Er lebt schon immer dauerhaft in Deutschland und ist seit diesem Jahr hier auch in Rente. Das Haus auf Sizilien wird so gut wie gar nicht mehr durch uns genutzt. Trotzdem verlangt die Gemeinde die Müll Abwasser und Stromgebühren laufend und in voller Hoehe, so dass wir gezwungen waren diese vollständig und offiziell zu kappen um diese Kosten minimieren zu koennen.

      Vor ein paar Jahren sagte man uns noch sobald er in Rente geht wird er nur noch 2/3 an IMU und Muell etc. bezahlen müssen. Jetzt wo er in Rente ist sagte man uns aber das würde für ihn nicht gelten weil das Haus auf Sizilien sozusagen ein Zweitwohnsitz ist da er in Deutschland noch ein Haus besitzt.

      Meine Frage waere nun: ist dies richtig und rechtens? Und könnte mein Vater in diesem Fall sofern er das selbst möchte für das Haus in Deutschland bspw. eine vorzeitige Schenkung an uns Kinder oder eine Umschreibung auf meine Mutter als alleinige Eigentuemerin vornehmen lassen um den Status des Zweitwohnsitzes auf Sizilien so zu umgehenund nur den geringeren Anteil in Rente an Imu des Hauses auf Sizilien zahlen zu müssen. Oder zählt dann auch noch der vererbte Miteigentumsanteil des weiteren Hauses auf Sizilien als Eigentum mit der ihm AJ aber nicht selbst gehört (4 Geschwister) wobei die Hälfte davon noch der noch lebenden Mutter (=meiner Großmutter) gehört.

      Denn wenn ich richtig verstanden habe, würde einer der wo anders nur in Miete wohnt und kein anderweitiger Hausbesitzer ist nicht so hoch besteuert werden wenn in Italien?

      Vielen Dank für Ihre Mühe.

      Antworten

        Guten Tag Frau Sienna, grundsätzlich schuldet der Eigentümer die Zweitwohnsteuer/IMU für das Haus, solange er es als solches hält, also dort nicht seinen 1. Wohnsitz anmeldet. Alle Grundkosten wie Strom, Wasser, Müll laufen unabhängig davon, wie häufig das Haus genutzt wird weiter. Die Müllgebühren werden erst dann nicht mehr fällig (unabhängig vom effektiven Müllaufkommen), wenn das Haus “endgültig verlassen” wird, also Strom und Gas abgemeldet werden. Einen “Zweitwohnsitz” gibt es nach ital. Recht nicht, entweder Ihr Vater ist in Deutschland oder in Italien gemeldet. Im letzeren Fall könnte er Gebührenminderungen bei der Gemeinde beantragen, wenn seine Rente einen bestimmten Betrag nicht überschreitet. Ihr Vater kann sein Voll-Eigentum an die Kinder mit einem notariellen Vertrag übertragen, dann sind diese für alle Nebenkosten, auch für die IMU, nach ihren Anteilen verantwortlich. Wegen seines Anteils an dem weiteren Haus (Ererbter Anteil), schuldet er nach diesem Anteil eine Quote an Zweitwohnsteuer, egal, ob er in Deutschland zur Miete wohnt oder im eigenen Haus, da er dort in Italien ja sicher nicht gemeldet ist/sein wird. Für weitere Aspekte schreiben Sie bitte eine Mail, denn dies sprengte unseren Blog. Mit besten Grüssen U. Cristina

        Antworten
    Gerald Fikowski
    Juni 12, 2019 4:47 am

    Hallo,
    wir haben den Status Non Residente in Italien aufgrund
    der eigenen Fewo .Meine Frage lautet,darf ich die Wohnung
    auch vermieten? Oder muss sie dann anders angegeben sein?
    Vielen Dank, Gerald

    Antworten

      Guten Tag Herr Fikowski, wenn Sie Eigentümer einer Wohnung sind, können Sie über diese frei verfügen, also auch vermieten, egal, ob Sie mit Wohnsitz gemeldet sind. Die Punkte zu beachten sind andere: Kurzzeit (d.h. bis 18 Monate) – und Langzeitvermietung (muss in Italien beides mit schriftlichem Vertrag gemacht und dem dortigen Finanzamt gemeldet werden) oder reine kurze Ferienvermietung z.B. über Internet. Letzteres kann ev. Meldepflichten bei der Gemeinde auslösen (zB. Touristensteuer). Zudem ist der steuerrechtliche Aspekt zu klären: wo geben Sie die Einnahmen aus den Vermietungen an? Beste Grüsse U. Cristina

      Antworten

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