Schulreform – Tausende Lehrer in Ungewissheit

Schulreform – Tausende Lehrer in Ungewissheit

Die Lehrer, die sich im Rahmen der großen Schulreform zu zehntausenden für die Festanstellung beworben haben, werden am Morgen des 2. Septembers wissen, wohin die Reise geht. Damit läutet Renzi die Phase A des Gewaltaktes ein, in diesem Jahr 103.000 Lehrern zur Festanstellung zu verhelfen.

Zehn Tage haben sie dann Zeit, um den Posten anzunehmen oder abzulehnen. Tun sie letzteres, verlieren sie die bisher in ihrer Provinz gesammelten Punkte („Graduratoria“), die sie nach dem alten System Jahr für Jahr näher an die Festanstellung bringen sollten. Wer stattdessen das zentral organisierte Angebot annimmt, wird am 12., 13. und 14. September der entsprechenden Schule der neuen Heimatstadt zugeordnet werden. Am 15. September sollte auch eigentlich der Unterricht schon beginnen.

Währenddessen werden ab dem 8. September „schon“ die üblichen Aushilfslehrerposten auf Provinzebene verteilt.

Die Phase B der Reform verteilt sukzessive einen weiteren Schwung Lehramtsanwärter, diejenigen mit der höheren Punktzahl zuerst, auf die noch freigebliebenen Stellen. Und in der letzten Phase C werden dann Ende des Jahres den letzten Aushilfslehrern feste Stellen zugewiesen. Da im Norden mehr Festanstellungen angeboten werden, fürchten vor allem die Lehrer aus dem Süden die eine hohe Punktzahl haben, zuerst – und damit für sie ausschließlich – dort eine Anstellung angeboten zu bekommen, während diejenigen, die erst am Ende des Jahres ein Angebot erhalten werden, eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, in einer der südlichen Provinzen ihren Job weiter ausüben zu können.

Quelle: La Repubblica (http://www.repubblica.it/scuola/2015/08/19/news/scuola_assunzioni-121256082/?ref=fbpr)

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