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Der Kampf um die Freiheit, impfen zu dürfen

Impfen in Italien

Die Entscheidung Italiens zum Impfzwang vor ein paar Wochen schlägt immer noch hohe Wellen.
Einzelne Politiker machen Werbung damit, dass ihre Regionen nicht mitspielen werden, Schulleiter wissen gar nicht, wie sie die Kontrollen organisiert kriegen sollen, und in der Zwischenzeit verkaufen sogar einige Familien ihre Häuser um ins Ausland zu gehen, und andere kämpfen weiter, um die Regierung von ihrem Vorhaben abzubringen. Auch Homeschooler sind von der Diskussion betroffen, denn zum neu eingeführten jährlichen Test muss auch das Impfbuch mitgebracht werden.

Wer seine Kinder nicht impft, muss – so das von Ministerin Lorenzini vorgelegte Dekret im Juli vom Parlament abgesegnet wird – mit Bußgeldern bis 7.500 Euro pro Schuljahr rechnen, es wird aber auch angedroht, renitenten Eltern das Sorgerecht zu entziehen!

Meine Kinder wurden beide normal in Italien geimpft, aber ich habe Freunde und Bekannte, die das nicht gemacht haben. Und es auch nicht wollen. Und bei der ganzen Diskussion ist mir eines aufgefallen: beide Familien sind vehement gegen den Impfzwang. Aber beide Familien sind nicht gegen das Impfen an sich. Sie verweigern momentan ihren Kindern einige der „obbligatorischen“ Impfungen. Aber was sie an Beweggründen anbringen, klingt so anders, als was man im Allgemeinen von „Impfgegnern“ hört. Sie stellen sich Fragen, die ich wirklich nachvollziehen kann, und auf die es wenig Antworten von offizieller Seite gibt.

Warum muss mein Kind mit drei Monaten eine Kombiimpfung inklusive Polio machen, ohne dass vorher Tests auf Unverträglichkeiten durchgeführt werden?
Warum wird eine – in ihrer Wirksamkeit höchst umstrittene – Windpockenimpfung Pflicht? Und warum wird man bei der Impfung nicht darauf hingewiesen, dass das geimpfte Kind für sechs Wochen in Quarantäne zu halten ist, da Ansteckungsgefahr besteht?
An wem wurden die Impf-Präparate eigentlich getestet?
Wieso sind die Beipackzettel der verwendeten Präparate beim ASL, wo geimpft wird, nicht einsehbar?
Warum muss ich beim Impfen unterschreiben, dass ich die Verantwortung für eventuelle Folgeschäden übernehme, aber wenn ich dasselbe vom impfenden Arzt verlange, schickt er mich nach Hause, ohne zu impfen?
Wieso ist die rechte Hand der Gesundheitsministerin kein Mediziner, sondern ein Vertreter der „Big Pharma“?
Laut Beipackzettel sind die Impfungen nur etwa 4 Jahre wirksam. Warum müssen sie dann nicht ebenso alle vier Jahre durchgeführt werden, auch von Lehrern und Hausmeistern, eben allen, die Schulen betreten und die ungeimpften Kinder angeblich in Ansteckungsgefahr bringen?
Warum ist ein ungeimpftes Kind gefährlich für die Klassenkameraden, kann aber nach Zahlung der Strafe für Nicht-Impfen normal am Unterricht teilnehmen? Sollte es nicht bei all der Panik konsequenterweise komplett vom Schulbesuch ausgeschlossen werden?
Apropos Panik: Aufgrund der „Meningite-Epidemie“, die angeblich in Italien wütet, sollen Kinder mit einem neuen Impfstoff geimpft werden. Dazu muss man sich beim ASL anmelden. Die nächsten Termine die dort erhältlich sind, sind in zwei Jahren. Was stimmt nun nicht? Dass es eine Epidemie gibt, oder das Krisen-Management?

Nun, diese Fragen der sogenannten „Impfgegner“ haben zur Folge, dass auch Eltern, die generell für das Impfen sind, sich doch wünschen, dass mehr Licht in dieses Business gebracht wird.

Interview: Eine deutsche Auswanderin zur Impfpflicht in Italien

Nadja Herkner lebt seit 2010 in Mailand und arbeitet dort als Pädagogin und Sprachtherapeutin. Ihre Tochter hat sämtliche bisher obligatorische Impfzyklen durchlaufen.
Durch ihre Arbeit mit vielen Kindern deutscher Auswanderer beschäftigt Nadja sich auch generell mit den Anliegen unserer Comunity. Und jüngst stellt sich vermehrt die Frage:

Mein Kind ist in Deutschland nicht geimpft worden. Was nun?

Nadja, was müssen Eltern ungeimpfter deutscher Kinder mit Wohnsitz in Italien nun tun?
Ehrlich gesagt, ich weiß es auch nicht, weil Chaos herrscht und das Dekret (noch) nicht abschließend zu einem Gesetz umgewandelt wurde. In einigen Regionen werden Eltern von Schulen oder ASL angeschrieben, in anderen (wie hier in Milano) ist bisher gar nichts passiert.
Ich selber habe jede Woche mehrfach Kinder mit Pflaster am Arm in meinen Gruppen.
Ich zweifle daran, dass Eltern dabei mitgeteilt wird, dass ihre frisch Windpocken geimpften Kinder 6 Wochen ansteckend sein können…

Was ist denn eigentlich das Problem mit den italienischen Impfungen?
Meiner Ansicht nach ist das Hauptproblem des drohenden Impfzwanges die Anzahl und Willkürlichkeit der angesetzten Impfungen. Beispielsweise ist die Zahl an Komplikationen nach Pneumokokken um ein Vielfaches höher als nach Meningokokken. Erstere gehört nicht zu den Pflichtimpfungen. Desweiteren ist das Dekret nach Aussage der Gesundheitsministerin eine Antwort auf eine „Masern-Epedemie“, die es de facto nicht gibt.
Der Impfzwang umfasst außerdem Impfungen für Krankheiten, die nicht ansteckend sind, wie Tetanus sowie für weitgehend harmlose Krankheiten wie Windpocken, die sich durch ein extrem hohes Maß an Impfversagern auszeichnet und die zudem eine 6wöchige Quarantäne erfordert.
Nicht zuletzt ist die Anzahl der Impfungen (27 Impfungen in den ersten 15 Lebensmonaten) in dieser Form einzigartig. Es gibt KEINERLEI Studien zur Verträglichkeit!

Wer nun einfach Angst hat, sein Kind zu impfen, wie kommt er aus der Nummer raus?
Das ist eine gute Frage! Dabei geht es ja nicht nur um die, die Angst haben. Es geht auch um die, die 12 Pflichtimpfungen übertrieben finden, es geht um die, die die Impfungen vielleicht zum großen Teil sowieso machen wollten, aber zu einem späteren Zeitpunkt oder gegebenenfalls in Einzeldosen.
Was können die machen, die aus Ländern kommen, in denen aus gutem Grund keine Impfpflicht existiert?
Man muss sich JETZT informieren und engagieren! Sollte nächsten Monat das Gesetz in Kraft treten, ist es zu spät.
Man kann seine Meinung auf den zahlreichen Manifestationen hören lassen (8.7. in Pesaro), man kann sich auf Facebook und anderswo vernetzen, man kann an Senatoren schreiben.

Glaubst Du, dass der Impfzwang in Italien überhaupt umsetzbar ist, bei dem bürokratischen Chaos, das eh schon hier herrscht?
Ich denke, das wird schwierig, aber je nach Region ist es durchaus möglich. Sich alleine darauf zu verlassen, dass es „eh nichts wird“ halte ich aber für gefährlich.

Kann man politisch noch etwas bewegen, um den Impfzwang abzuwenden?
Wie schon vorher gesagt: vernetzt euch, erkundigt euch in den Konsulaten, schreibt den Politikern (hier Liste anfragen), geht zu den Manifestationen.
Auch im italienischen Grundgesetz gibt es ein Recht auf Unversehrtheit.

Über kim (65 Artikel)
Kim ist 2006 ausgewandert und hat „hier und da“ in Italien gewohnt. "Angekommen" ist sie nun im Oltrepò Pavese. Sie arbeitet für eine Agentur im Bereich E-Mail und Online Marketing.

2 Kommentare zu Der Kampf um die Freiheit, impfen zu dürfen

  1. Wollen wir denn die Kinderlaehmung, Diphterie, Cholera etc. Wieder einfuehren? Dann guckt mal in die Laender, in denen die Mehrheit nicht geimpft ist. Krankheitskontrolle ist ein öffentliches Gut. Meine Familie hat keine Schaeden durch Impfungen erhalten, nur Nutzen.

  2. Impfpflicht in Italien und Frankreich? Das Warum spielt keine Rolle. Etwas unter Zwang in den Körper eines anderen Menschen zu bringen ist nicht nur eine vorsätzliche Körperverletzung, es ist Völkerrechtswidrig und eindeutig als Faschismus zu bezeichnen. Jeder Mensch hat das angeborene Recht über sein Leben und seinen Körper selbst und frei zu entscheiden. Jeder der dagegen verstößt ist unmissverständlich ein Verbrecher und anzuklagen. Wenn sich Menschen, Organisationen oder Regierungen anmaßen über das Leben eines Anderen zu entscheiden, dann ist Widerstand das Menschenrecht, auch unter Gewaltanwendung. Oder ist die Menschenrechtsresolution nur ein leere Phrase? Jedes Jahr sterben weltweit mehr als 22 Millionen Kinder, überwiegend Säuglinge, an den Folgen von Impfungen. Das überwiegt Todesfälle durch eventuelle Epidemien um das Zehntausend-fache. Das ist legalisierter Massenmord. Ein großer Prozentsatz der geimpften Kinder die nicht direkt an der Impfung sterben erleiden irreparable Nerven- und Gehirnschäden. Das natürliche Immunsystem wird bereits in der frühen Entwicklung zerstört. Entsprechende wissenschaftliche Untersuchungsberichte können bei uns angefordert werden. Wir arbeiten mit internationalen Wissenschaftlern zusammen, darunter auch Nobelpreisträger. Die wirkliche, todbringende Epidemie trägt den Namen Pharmaindustrie! Warum untersucht Niemand die tatsächlichen Inhaltsstoffe der Impfseren? Wir haben es getan, international. Jedes Impfserum ist toxisch und enthält unter anderem Aluminium, Quecksilber, Formaldehyde und viele Chemikalien die nicht in einen menschlichen Körper gehören. Diese Stoffe gehören in keinen einzigen biologischen Organismus.
    Unabhängiges Forschungscenter der Dayeng Stiftung.
    Wir kämpfen gegen die Verbrechen der Pharmaimperien
    lupus-trust.net

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