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Die leidige Einkommensteuererklärung

Wer eigentlich nur seine Steuererklärung („730“) einreichen möchte, aber nicht weiß wie das geht und keinen Steuerberater einschalten möchte, kann kostengünstige Hilfe bei den italienischen Steuerbeistandszentren erhalten.

Traditionell gehen Italiener für ihre Steuererklärung zum „Caaf“ oder „Caf“ vor Ort, eine Art Beratungsinstitut in allen Steuerfragen, das eng mit INPS und Co zusammenarbeitet (>> hier nächste Niederlassung suchen).

Das (deutschsprachige) Südtiroler Pendant dazu sind die Steuerbeistandszentren des KVW, ein deutschsprachiger Verband in Südtirol (das Kürzel steht für Katholischer Verband der Werktätigen). Auch hier muss für die Dienstleistungen ein Termin vereinbart werden, rein telefonische Beratung wird nicht angeboten.

Im Schnitt muss man für die Erstellung der Steuererklärung mit Hilfe des CAF rund 50 Euro zahlen. Dabei ist die Gebühr abhängig vom wirtschaftlichen Stand des Antragstellers (Professionals, die keine nennenswerten finanziellen Verpflichtungen haben, kommen zum Beispiel auf etwa 85 Euro für die einmalige Steuererklärung) und Mitglieder der Steuerbeistands-Vereine zahlen natürlich erheblich weniger.

Wer die Steuererklärung lieber kostenlos selber machen möchte, kann dies online beim Finanzamt machen, wenn er die entsprechende PIN hat.

Steuerberater („Commercialista“) bieten im Normalfall „Rundumberatung“ für Selbständige und Firmen an (Jahresbeitrag ab etwa 600 Euro für Freiberufler im „Regime dei Minimi“, danach geht es je nach Unternehmenstyp mit den Tarifen steil aufwärts). Wer nur seine jährliche Einkommensteuererklärung einmalig gemacht haben will, kann durchaus auf 100 bis 150 Euro dafür kommen.

Interessant: www.sostariffe.it mit einer Übersicht, wo die Erstellung der Steuererklärung (2015) wieviel kostete.

Von Kim Kruse

Kim ist 2006 ausgewandert und hat „hier und da“ in Italien gewohnt. Angekommen ist sie nun im Oltrepò Pavese. Sie arbeitet für eine Agentur im Bereich E-Mail und Online Marketing.

4 Antworten auf „Die leidige Einkommensteuererklärung“

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich muss den Lohnsteuerjahresausgleich meines Vaters in Italien einer deutschen Behörde vorlegen. Wissen Sie, ob so etwas in Italien überhaupt existiert?
Mit freundlichem Gruß
U. Dietze

Hallo Ulrike, damit ist sicher der „730“ gemeint. Ich gebe Ihnen gern die Kontaktdaten meines (deutschsprachigen) Steuerberaters, der kann Ihnen sicher weiterhelfen:

Dr. Bernhard Resch, Steuerberater
I-39100 Bozen, Mazziniplatz12
Tel. 0039 0471 26 63 16 Fax 0039 0471 40 71 12
http://www.reschbernhard.it

Viel Erfolg!
Kim

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