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„Zum Mittagessen gab es Schmetterlinge“ – Leben mit einem mehrsprachigen Kind

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Gastartikel: Auswandern nach Italien – Italienisch lernen nicht vergessen!

Sie planen ein Leben in Italien, können aber noch kein oder nur wenig Italienisch? Dann heißt es: Fertig machen zum Lernen!

Geht es nicht auch ohne italienische Sprache?

Klar. Machbar ist das irgendwie schon. In allen wichtigen Fragen rund um Kauf oder Miete kann man sich von einem Dolmetscher helfen lassen, der Beruf erfordert vielleicht keine Italienisch-Kenntnisse und als Arzt sucht man sich jemanden, der Deutsch spricht.
Aber ist das dann noch echtes Auswandern? Möchten Sie nicht auch mal ein Pläuschchen mit Ihren Nachbarn halten, nicht nur aus dem Selbstbedienungsregal einkaufen und auch Freundschaften mit Italienern schließen?
Auswandern wäre für mich persönlich ohne Sprachkenntnisse dauerhaft nicht denkbar – man muss die Sprache ja auch nicht gleich perfekt beherrschen!

Wie lerne ich die Sprache möglichst schnell?

Jedem, der nicht gerade ein absolutes Sprachentalent ist und die Sprache im Selbststudium inhaliert, kann ich dazu nur wärmstens einen Sprachkurs direkt in Italien empfehlen. Wenn Sie es irgendwie zeitlich einrichten und finanzieren können, dann buchen Sie am Besten gleich einen Sprachkurs über mehrere Wochen.
Verbinden Sie einen solchen Sprachkurs doch auch gleich mit Ihrem Auswander-Projekt. Suchen Sie sich eine Schule in der Region, in der Sie später wohnen möchten. So lernen Sie schon mal die Gegend kennen, können testen, wie sich ein Leben dort anfühlt und lernen auch gleich etwas vom lokalen „Dialekt“. Bei der Auswahl der Schule würde ich zudem darauf achten, dass die Klassen möglichst klein sind und dass Sie eine Ort wählen, der nicht allzu touristisch ist. Sonst sprechen Sie nachher in Ihrer Freizeit nur Englisch statt Italienisch.
Sie werden überrascht sein, wie schnell Sie in einem solchen Sprachkurs Ihre Italienisch-Kenntnisse ausbauen.

Wie kann ich die Sprache schon zu Hause lernen?

Wenn ein Sprachkurs in Italien nicht in Betracht oder Sie sich hierauf vorbereiten möchten, dann bietet sich zunächst natürlich ein Sprachkurs in Ihrer Heimatstadt an. Aus meiner Sicht sollte der Sprachkurs dabei gewisse Mindestvoraussetzungen erfüllen: Dies sind möglichst kleine Gruppen und muttersprachliche Lehrer (damit Sie die Aussprache gleich korrekt lernen). Wenn möglich, suchen Sich eine Sprachschule, die auf Italienisch spezialisiert ist.

Wie kann ich Italienisch ohne klassischen Sprachkurs lernen?

Wenn Sie keine Zeit für einen Sprachkurs haben oder das Budget knapp ist, dann können Sie auch natürlich auch versuchen, sich die Grundlagen der italienischen Sprache selbst beizubringen.
Dafür eignen sich sogenannten Selbstlern-Kurse (meist Kombinationen von Büchern und Audio-Lektionen), reine Hörkurse, Bücher (wobei Sie hier nicht das Hören und Aussprechen vernachlässigen sollten) und Kurse für PC und / oder Smartphone.

Ist es möglich, Italienisch ausschließlich online zu lernen?

Ordentliche Grundlagen kann man mit guten Online-Kursen auf jeden Fall schaffen. Als ich einmal einen Sprachkurs in Italien gemacht habe, war dort ein anderer Schüler, der bis dahin ausschließlich über „Babbel“ gelernt hatte. Er wurde damit in einen Kurs B2, also schon ziemlich Fortgeschritten, eingestuft. Die Lehrer waren damals über diesen Erfolg sehr überrascht. Aber: Dazu gehört natürlich auch jede Menge persönliche Disziplin!

Und sonst?

Denken Sie daran, dass Sie nicht nur den klassischen Wortschatz für Gespräche mit Freunden & Nachbarn benötigen. Überlegen Sie sich, welche Themen für Sie darüber hinaus besonders wichtig sind. Dies können Themen aus dem beruflichen Hintergrund, aber auch Vokabeln rund um Gesundheit, Wohnen, Behördengänge und anderes sein. Sprechen Sie hier auch Ihren Italienisch-Lehrer an, damit beim Unterricht auch hierauf eingegangen werden kann.

Und nun: Viel Freunde und Erfolg beim Italienisch-Lernen!

Umfangreiche Informationen zu Sprachreisen, Sprachschulen, geeigneten Büchern, Online-Kursen und vielen mehr finden Sie übrigens unter wunderbar-italienisch.de. Schauen Sie gerne vorbei und stöbern Sie ein wenig! Egal, ob Sie Anfänger sind oder schon an Feinheiten der italienischen Sprache arbeiten – für alle Lernniveaus ist etwas dabei.

Cari saluti und gutes Gelingen beim Auswandern wünscht Ihnen

Jennifer von www.wunderbar-italienisch.de

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5 Tipps um Italienisch zu lernen (wie Sprachen die Persönlichkeit verändern)

Meine ersten italienisch Sprachkurse habe ich in Florenz in der Sprachschule ohne Vorkenntnisse begonnen, uff!

Die Kurse fanden auf Italienisch statt und es hat in der Tat einige Wochen gebraucht, bis ich einigermaßen inhaltlich folgen konnte. Nach der Schule habe ich alles übersetzt und nochmals wiederholt um dem Tempo des Unterrichts folgen zu können.
Grundkenntnisse der Grammatik und Vokabular baute ich auf und startete mit ersten Sprechübungen.
Zu Hause sprechen wir heute Italienisch und nur noch selten (bei ganz komplizierten Dingen) Englisch.
Das Lernen einer Fremdsprache ist ausgesprochen bereichernd und bedarf Geduld und beharrlichkeit.
Jeder muss für sich ganz individuell herausfinden, welcher Lernweg der effektivste ist. Welches sind meine Hilfsmittel? Lerne ich durch, lesen, schreiben, höre ich besser Vokabel CDs, sehe ich Filme oder traue ich mich bereits als Anfänger mit z.b. einem Austauschpartner zu sprechen?
Langfristig habe ich gelernt, bringen Sprechübungen so zeitnah wie möglich, den größten Erfolg. Dafür benötigst du Basis Grammatik-und Vokabel Kenntnisse!
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1. Warum eigentlich?
Wofür möchtest Du die Sprache lernen? Willst du dich im Urlaub unterhalten können oder im Restaurant eine Bestellung aufgeben und locker einen Small Talk mit dem Kellner abhalten?
Um motiviert zu bleiben und nicht schnell wieder alles beiseitezuschieben, solltest du dein Warum kennen, um auch wirklich konsequent dabei zu bleiben!
2. Finde deinen Lieblingsweg, um dir Grundkenntnisse zu erarbeiten
Wie oben schon erwähnt, solltest du herausfinden, wie du am besten lernen kannst? Was fällt dir am leichtesten?
Sprachkurse, Volkshochschule, Bücher, CDs oder andere Lernprogramme. Erfahrungswerte hat man ja meist schon aus Schul-und Studienzeiten oder anderen Weiterbildungen. Ich z.b. machte Kurse für die Grammatik und habe oft Vokabel CDs im Auto oder zu Hause gehört.
3. Finde deinen Sprachpartner
Egal ob über Sprachaustauschportale im Internet, Freunde oder Kollegen, solltest du jemanden finden der sich mit dir in italienisch unterhalten kann (am besten Muttersprachler!). 
Ich habe mir in Florenz Partner gesucht, die Deutsch lernen wollten und so konnten wir, auf diese Art, unsere Muttersprachen austauschen und das Sprechen üben. Klappt wunderbar und nebenbei macht man gleich neue Kontakte.
4. Keine Angst vor Fehlern
Du hast viel gelernt und erste Sprechübungen schon gemacht!? Jetzt kommt der erste Auftritt bei der Essensbestellung oder Wegbeschreibung? Cool bleiben und raus aus dem Schnecken Haus!
Solche Situationen sind perfekt um Gelerntes umzusetzen, Selbstvertrauen zu gewinnen und aus eventuellen Fehlern weiter zu wachsen.
Meine Lernerfahrungen zeigen mir, dass die Bereitschaft Fehler zu machen der Schlüssel zur schnellsten Sprachentwicklung ist. Nur Mut und sprechen, sprechen, sprechen!
5. Was bekommst Du?
Ich denke, es verändert die Persönlichkeit und die Sichtweise. Mit einer
Fremdsprache fühlt es sich an, als hätte ich eine weitere Version von mir kreiert. Die Wortwahl, wie streite oder diskutiere ich, wie mache ich Komplimente, fühlen sich für mich in anderen Sprachen komplett unterschiedlich an. Selbst bei meinem Lebensgefährten denke ich, meinen Deutsches ICH, kennt er nicht! 😉
Es ist also nicht nur, dass ich mich mit den Menschen unterhalten kann und ihre Kultur und Sichtweise verstehe, ich habe auch eine weitere Version von mir Selbst dazu gewonnen.
Ich kann nur empfehlen, dich auf den Weg zu begeben und dich selbst in anderen Versionen zu entdecken.
Was sind deine Erfahrungen zu dem Thema? Ich freue mich auf dein Feedback.
Liebe Grüße