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Erdbeben – Wie geholfen werden kann

Das große Erdbeben der letzten Woche hat nach heutigen Zahlen 290 Todesopfer gefordert (229 in Amatrice, 11 in Accumoli und 50 in Arquata del Tronto und Pescara del Tronto, in den Marken). In Amatrice sind die Hälfte der Häuser nicht zugänglich, rund 2.500 Italiener stehen auf der Straße, schlafen ersteinmal in Zeltlagern und Notunterkünften. Immer noch werden Nachbeben registriert.

Es haben sich sofort nach dem Beben am 24. August Menschen aus ganz Italien spontan aufgemacht, um den Einsatzkräften Vorort bei den Bergungsarbeiten zu helfen. In den Medien wurde geraten, sich vor der Ankunft in den Katastrophengebieten mit der „Protezione Civile“ unter der Nummer 800 840 840 abzusprechen um den Koordinatoren möglichst nützlich zu sein.

Sachspenden sollten zuerst (neue) Kleidung, Nahrungsmittel und Hygieneartikel sowie Decken etc. sein.

Im Normalfall wird geraten, Geldspenden direkt an die staatliche „Protezione Civile“ zu geben. Am einfachsten mit einer SMS von italienischen Handynummern aus an die Nummer 45500. Nach aktuellem Stand konnten so schon 9.755.718,00 euro gesammelt werden (Quelle).

Aber man kann auch von Deutschland aus an die betroffenen Regionen spenden: Regione Marche, Regione Umbria, Regione Lazio.

Sachspenden und andere Leistungen kann man per E-Mail anbieten: sismarieti@regione.lazio.it, prot.civ@regione.marche.it.

Nach dem ersten Schock und der damit verbundenen Trauer in ganz Italien, macht sich nun in den ersten Tagen der Unmut breit – die Politik und Korruption allgemein werden verantwortlich dafür gemacht, dass jedes Erdbeben immer noch unnötig viele Opfer fordert und vermeidbare Sachschäden. Die längst den gefährdeten Regionen zur Verfügung gestellten Gelder zum „Erdbebensichermachen“ wurden nicht oder nur in Teilen für diesen Zweck verwendet, oder wurden nur versprochen und kamen nie an. Unter anderem dieser Artikel aus der Süddeutschen Zeitung beschreibt das treffend.

Über kim (62 Artikel)
Kim ist 2006 ausgewandert und hat „hier und da“ in Italien gewohnt. "Angekommen" ist sie nun im Oltrepò Pavese. Sie arbeitet für eine Agentur im Bereich E-Mail und Online Marketing.

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